Genußnäherin 50plus.
Meisterin des selbstgenähten unfertigen Unperfekten.
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Was sonst gerade passiert, wenn ich nicht blogge...

15. Oktober 2021

Heimat. Zuhause.

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Für all diejenigen, die heute dort leben wo sie auch aufgewachsen sind, gibt es zwischen den Begriffen Heimat und Zuhause vermutlich keinen Unterschied. 

Wie sehen es diejenigen, die nicht mehr an dem Ort leben, wo sie ihre Kindheit verbracht haben?

Kann man es überhaupt an einem Ort festmachen? Oder ist es ein Gefühl?


Mich beschäftigt diese Frage schon sehr lange.

Wenn ich die Zeitung aufschlage und in den Todesanzeigen Namen lese, die ich kenne, dann bin ich hier in dieser Stadt angekommen. Ich kenne viele Leute, man kennt mich. Meinen Sohn habe ich hier zur Welt gebracht, Kindergartenzeit, Schule, Sportverein, Arbeit. Alles da, man kennt sich, man lebt miteinander. Und ja, ich gehe hier auch zu Beerdigungen,  fünf Bekannte sind in diesem Jahr bereits verstorben.
Diese Stadt ist mein großes "Zuhause".
Mein ganz persönliches "Zuhause" ist unser Haus mit Garten und abschließbarem (!!) Gartentor. Mein kleines Reich, wo niemand ohne meinen Willen hineinkommt.


Aber was verbinde ich mit Heimat?
Die Region?
Das "Zuhause", in dem ich aufgewachsen bin?
Ein weites Feld ...Effi Briest...
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren darüber.

Wie ist das bei Dir?

Indian Summer in Sachsen.
Fotografiert im Forstbotanischen Garten Tharandt.


10 Kommentare:

  1. Liebe Susan,
    ich habe für mich festgestellt, dass ich zuhause tiefer definiere und empfinde als Heimat. Zuhause ist da, wo ich lebe, wo mein Herzensmensch ist und früher unsere Kinder waren. Die sind jetzt fast aus dem Nest.
    Und Zuhause, das können mehrere Orte sein. Deshalb passt schon dieser Spruch: Home i were the heart ist..
    Viele Grüße
    Nicole

    P.S.: Wie toll du nähen kannst... Hut ab

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  2. Mit der Frage beschäftige ich mich öfter in letzter Zeit - ich wohne noch in meiner "Ursprungsheimat", dem Norden von NRW, fast schon Niedersachsen. Mein Verlobter kommt aus dem südlichen Schwarzwald und gibt seine Heimat quasi für mich auf; für mich ein sehr großer Liebesbeweis.
    Aber ich habe ein Hobby, durch das ich in ganz Deutschland Menschen kennen gelernt habe, und ich merke, dass ich auch Deutschland als meine Heimat ansehe und mich eigentlich überall zu Hause fühlen könnte. Letztendlich hängt es für mich sehr an den Menschen - und daran einen Rückzugsort zu haben.

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  3. Liebe Susan,
    das ist eine gute Frage, mit der auch ich mich viel beschäftige ... Heimat ist für mich dennoch noch immer dort, wo ich aufgewachsen bin und eine sehr glückliche Kindheit hatte.
    Hab ein schönes,gemütliches Wochenende!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

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  4. Liebe Susan, tatsächlich beschäftigt mich das Thema überhaupt nicht. Wahrscheinlich weil ich in Mannheim geboren bin und immer noch hier lebe. Wohl auch hier sterbe. Das ist meine Heimatstadt. Mein Zuhause ist seit 37 Jahren das Haus in dem ich mit Familie wohne. 😊 Völlig langweilig.
    Liebe Grüße Tina

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  5. Liebe Susan,
    DANKE für diesen Post!
    Ich hingegen kann es nämlich TOTAL nachvollziehen, dass Dich das Thema beschäftigt. Was ich immer wieder witzig und spannend finde: egal, wie viel Zeit vergeht: sobald ich in meiner alten "Hometown" aufschlage, finde ich immer jemanden, der sich mit mir verabreden will. Als sei inzwischen überhaupt keine Zeit vergangen. Ich habe dort Freunde fürs Leben - solche finde ich nie wieder. Was ich über "Heimat" denke, habe ich damals in einem Post geschrieben:
    https://farbwunder-style.blogspot.com/2018/01/sunday-colours-heimat.html
    Liebe Grüße
    Maren

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  6. Antworten
    1. Meine Heimat ist Oberbayern bzw. das Oberland. Das ist da, wo letztlich alle irgendwie alle kennen. Man kann sprechen mit wem man will, man findet immer einen dritten, den beide kennen. Das ist da, wo man weiß, wie die anderen ticken. Und wo man sehr schnell erkennt, wer a "Zuagroaßda" oder einfach a "..... Breiß" ist.
      Zu Hause. Ist bei meinen Eltern. Bei meiner Familie. Letztlich fällt das bei mir schon immer zusammen.
      Mein Vater hat immer gesagt, wir fahren "nach Hause", wenn wir zu seiner Mutter nach Niedersachsen gefahren sind. Obwohl er seit 61 Jahren in Bayern lebt und äußerst gern "bei sich zu Hause" ist. Häuslich nennt man das wohl. Dafür war er 40 Jahre lang geschäftlich eigentlich permanent unterwegs und meist nur an den Wochenende bei meiner Mutter und mir zu Hause.
      BG Sunny

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  7. Ein sehr interessantes Thema, und über das ich stundenlang reden könnte.... Ich bin ein Beispiel für das, was du geschrieben hast, und je älter ich werde, desto mehr denke ich über das Thema nach. Aber ich glaube, die beste Antwort findest du in meinem Artikel: https://claudialasetzki.com/home-sweet-homelar-doce-lar/
    Viel Spaß beim Lesen!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  8. Heimat ist da wo ich groß geworden bin .... im Sauerland.
    Mein zu Hause wo meine Liebe sich wohl fühlt.
    LG heidi

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  9. dahehme :-D
    wo ich geborn wurde war ich nie heimisch - die grosse stadt war lange meine heimat wegen der menschen, die da lebten...... als die verdrängt wurden via gentrifizierung bin auch ich gegangen. das BWH ist definitif mein zuhause - auch wenn es gar kein gartentor gibt, nichtmal ´n richtigen zaun. denn ich bin die erste, die über zäune klettert um kirschen zu klauen ;-D
    indien (keine pauschalreise!) hat sich für uns interessanterweise wie nachhausekommen angefühlt.........
    xxxxx

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