Genußnäherin 50plus.
Meisterin des selbstgenähten unfertigen Unperfekten.
Mein Kleiderschrank ist voll "nichts anzuziehen". Na und?

Willkommen auf meinem Blog!

Was sonst gerade passiert, wenn ich nicht blogge...

7. Februar 2021

Unbezahlbar.

* Werbung - unbeauftragt/unbezahlt - Markennennung*



Liebe Anna Marie,

Du weißt nichts von mir und Du wirst diesen Brief nie lesen. Dennoch schreibe ich, denn ich will Dir  Deine Geschichte erzählen. 

Schon als kleines Mädchen fand ich Gefallen an einem Kettenanhänger, den ich in den Sachen meiner  Mutter fand. Ich durfte ihn behalten.  Ich bewahre in seit dem in meiner Schmuckschatulle auf.
 Als ich eine junge Frau war, habe ich ihn oft getragen und genau so oft fragte ich mich, wer die Frau auf dem Foto sei. Meine Mutter konnte mir diese Frage nicht beantworten.




Könnte es denn nicht "die Mu" sein? Nein, das ist sei sie nicht.
"Die Mu" war  die Stiefmutter Deiner späteren Schwiegertochter, die Du nie kennengelernt hast. 
"Die Mu" war eine starke Frau, die den Hof in E. mit straffer Hand führte, das Geld "zusammenhielt", zwei sogenannte "Auszugshäuser für je sechs Familien bauen lies. Ein bemerkenswertes Lebenswerk, wenn man die ganze Geschichte kennt. Bemerkenswert auch, daß sie das Familiengrab mit Weitsicht im Jahr 1930 für 100 Jahre kaufte. Dieser Zweig der Familie nutzt das Grab nicht mehr, sie nehmen heute im Jahr 2020 bei der letzten Bestattung ein neues Urnengrab. Ich verstehe das nicht, aber es liegt nicht in meiner Hand. 

So, wenn es "die Mu" also nicht ist, wer dann ? 
Einen Flohmarktfund konnte ich ausschließen.

Meine Mutter erwähnte einige wenige Male, daß " Vati seine Mutti ganz jung " gestorben sei. 
Ein Satz, den ich einige Male hörte. Ein Satz, über den ich nie nachgedacht habe, denn "der Vati hatte eine Stiefmutter". 
Mit "Vati" meinte sie ihren Vater, meinen Opa.

Wir leben heute im Jahr 2021, über 100 Jahr nach deinem Tod im August 1919.
Der erste Weltkrieg war zu Ende, der Versailler Vertrag war gerade unterzeichnet worden (Juni 1919) und sollte im Januar 1920 in Kraft treten. Die Spanische Grippe verbreitete sich zwischen 1918 und 1920 weltweit. 
"Kehlkopfkrebs und Lungenkrebs" steht als deine Todesursache im Kirchenbuch. Man verliert die Stimme. Man kann nicht mehr sprechen. Chemotherapie und Bestrahlung gab es damals noch nicht. 1919.

Heute haben wir wieder eine Pandemie. Corona.
Im Frühjahr mußten wir alle zuhause bleiben. Plötzlich hatten wir viel Zeit für Dinge, um die wir uns sonst vielleicht  nie gekümmert hätten.
Mein Mann und ich bestellten nach einer Fernsehwerbung einen Test, mit dem man seine genetische Herkunft bestimmen kann. Achja, Fernsehen kennst Du ja nicht. Die erste Fernsehübertragung gelang Manfred von Ardenne versuchsweise im Jahr 1930. 
Vermutlich kantest Du noch nicht einmal das Radio, denn  im deutschsprachigen Raum begann der Rundfunkbetrieb erst 1920.

Einige Wochen nachdem wir unser "Spuckeröhrchen" ins Labor gesandt hatten, kam das Ergebnis online. Online kennst Du auch nicht...
Erstaunlich, wie viele genetische verwandte Menschen man doch weltweit hat.
Wußtest Du, daß man in der 21. Generation über eine Million Vorfahren hat?

Ich klickte mich durch die Ergebnisse und traute meinen Augen nicht....auf dem Bildschirm erschien deine eingescannte Heiratsurkunde. 1901, im August. Anna Marie und Max.

Ich rief meine Mutter an und fragte, wie denn ihre Oma hieß. Anna Marie.
Und der Opa???? Max!
Im Jahr 1878 wurdest Du geboren, genau 90  Jahre, 1 Monat und 3 Tage vor meiner Geburt.
In dem Jahr wurde die Spielkartensteuer im Deutschen Reich eingeführt und der irre Kunstpostkartenmaler, der unser späteres Schicksals so schlimm beinflussen werden würde, war noch nicht einmal geboren. 
Es gab einen Kaiser und Frauen trugen Röcke 
Erst im Jahr 1910 entwarfen französische Designer modische Hosenröcke. Nach kurzem Zeit verschwand diese Modeerscheinung jedoch wieder aus der Öffentlichkeit. 



Voller Glückseeligkeit und zufrieden über dieses mir gemachte Geschenk fing ich an, weiter zu suchen.
Einige deutsche Kirchenbücher sind digitalisiert und man kann online darin blättern. Was für eine riesige Schatzkiste.
Plötzlich hatte ich Namen, Orte, Lebensdaten. Meine Vorfahren. 

Liebe Anna Marie, Du wurdest 42 Jahre alt, deine Mutter Christiane Wilhelmine 47 Jahre. 
Die leibliche Mutter deines Ehemannes, Ernestine Emilie, das zehnte Kind ihrer Eltern, verstarb bei der Geburt ihres viertes Kindes, einer Tochter, wenige Tage nach ihrem 28. Geburtstag.  Nur zwei Jahre später verstarb Max´ Vater. Auch die anderen Geschwister waren zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Mit nur sechs Jahren ein Waisenkind. Ich weiß bis heute nicht, wo er aufgewachsen ist.
Wie jung sie alle waren.

Ich rief meine Tante Christine an.
 Christine ist die älteste Tochter Deiner Tochter Herta.
Herta war übrigens eine begnadete Schneiderin.

Das nächste Geschenk bekam ich von meiner Tante Christine, die heute auch schon über 80 ist.
Sie scannte mir höchstpersönlich die noch vorhandenen Familienbilder ein, so daß ich schon nach wenigen Stunden nochmals reich beschenkt wurde.....




Das Hochzeitsfoto! Aus dem Jahr 1901......
Ich habe es nachkoloriert, um vielleicht etwas mehr herauszuholen.
Max hatte blaue Augen, die er seinem Sohn Hans weitergab.
Anna Marie, Du hattest wahrscheinlich braune Augen.


Im Jahr 1901 wurde das erste Mal ein Nobelpreis an Wilhelm Conrad Röntgen  vergeben.

Euer Hof....
Er ist nicht mehr wiederzuerkennen, nur wenn man weiß, was man sehen muß, dann erkennt man es.

Der Hof ist auch nach über 100 Jahren noch in Familienbesitz. Heute wohnt einer eurer Enkel mit seiner Familie dort, aber wie gesagt, es sieht ganz anders aus.....ihr würdet es nicht wiedererkennnen.


Tja, was soll ich sagen....das ist der Brunnen vor der Haustür des Hauses, in dem ich meine ersten Lebensjahre verbracht habe....




Liebe Anna Marie, lieber Max, ihr hattest sicher große Sorgen und Angst vor dem, was werden würde. Damals, 1919, als es Dir, Anna Marie, so schlecht gegangen sein muß und alle wußten, daß Du sterben würdest. Was sollte aus den drei kleinen Kindern werden? Max war Bauer und aufgrund eines Sturzes leicht körperlich behindert, wie ich heute weiß.

Wie ging es also weiter?



Max heiratete wieder. Seine zweite Frau Olga brachte 2 Söhne mit. Sie hatte zwei Männer, beide waren im Krieg gefallen.
Liebe? Zweckgemeinschaft?
Auf jeden Fall soll Olga den Kindern eine gute Mutter gewesen sein.
Max und Olga hatten keine gemeinsamen Kinder.


Euer Erstgeborener , der Georg, heiratete die Else. Die Beiden blieben kinderlos.

Das Nesthäkchen Herta verguckte sich in den Alfred,  sie heirateten und bekamen zwei Töchter. Heute gibt es Enkel und Urenkel.

Euer Mittlerer, der Hans, 1911 geboren, übernahm später der Hof. Bauer war er nur noch nebenbei. Er gründete einen Fuhrbetrieb und Brennstoffhandel. Die Geschwister wurden ausbezahlt.
Hans heiratete die Schwester seines Schwagers..... Martha Johanna.





Zuerst kam eine Tochter zur Welt.
Hans wurde einberufen. Sich dagegen zu wehren, das ging nicht. Er mußte an die Front.
Er kam in russische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst 1947 zurück. 1947!
Ein Jahr später kam ein Sohn zur Welt.

Ich hoffe sehr, daß glückliche Jahre folgten. Ich kann keinen mehr fragen.
1949 überrollte die DDR die Familie, das Land mußte an die LPG gegeben werden.
Hans hat nichts unterschrieben und sich das Land "nur" wegnehmen lassen. Deshalb bekam die Familie es später "nach der Wende" zurück.

Das erste Enkelkind von Hans und Martha wurde 1968 geboren. Ein Mädchen. Es folgten 3 weitere, je zwei von Tochter und Sohn.

Der Winter 1969/70 muß schneereich und kalt gewesen  sein.  
Hans fuhr einen Schneepflug , der während des Einsatzes kaputt ging.
Pflichtbewußt wollte Hans ihn reparieren. Dabei erlitt er schwere Erfrierungen, von denen er sich nicht mehr erholte.  Er starb im Januar 1970 im Alter von nur 59 Jahren.

Eure Schwiegertochter Martha nahm sich wenige Jahre später an ihrem 59. Geburtstag das Leben. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Krank war sie wohl  nicht. Als es passierte, saß das einzige bis dahin geborene Enkelkind vor der Tür und wartete tapfer auf die Rückkehr der Großmutter. Mit gerade mal fünf Jahren weiß man nichts vom Leben und erst recht nicht vom Sterben.

Hans` Tochter brachte auch zwei Kinder zur Welt.
Die schon genannte 1968 Erstgeborene und danach noch einen Sohn. 
Diese Beiden sind eure Urenkel, die wiederum für 4fachen Nachwuchs gesorgt haben.

Liebe Anna Marie, lieber Max,  Ihr seht, es geht weiter. Hoffentlich wärst Du, wäret ihr zufrieden mit uns. 


Und nun wäre da noch die Sache mit dem Kettenanhänger. Als ich euer Hochzeitsfoto in den Händen hielt , wußte ich Bescheid. 
Der Kettenanhänger mit der Fotografie war wahrscheinlich das Einzige, abgesehen vom Hof, was euer Sohn Hans über die Jahrzehnte retten konnte. Für mich ist er ein unbezahlbarer Schatz.
Ich werde ihn sorgsam aufbewahren.


Deine, 
Eure Urenkelin
Susan



20 Kommentare:

  1. Danke für die tolle Geschichte deiner Vorfahren!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Susan,
    das ist eine schöne und berührende Geschichte, die du mit deinen Leserinnen teilst. Diese alten Familienbilder sind ein Schatz. Schön, dass manche Nachkommen das zu schätzen wissen und gut, dass du die Bilder so wertschätzend behandelst. Oft gibt es in den Familien zwei Fraktionen, die "Wegwerfer" und die "Bewahrer". Meinen Vater hat es sehr enttäuscht, dass von den wenigen auf der Flucht geretteten Fotos und Dokumenten später vieles weggeworfen wurde, ohne dass in der Familie gefragt wurde, ob jemand diese Erinnerungsstücke übernehmen möchte.
    Hat denn die Genuntersuchung konkrete Hinweise auf Verwandtschaft ergeben oder eher so Allgemeinplätze wie z. B. slawische oder nordische Abstammung o. ä.? Und viele Informationen hast du in alten Kirchenbüchern gefunden? Anscheinend leben deine Verwandten schon seit Generationen in ihrer Region oder haben sie auch an der großen "Völkerwanderung" nach dem WK2 teilgenommen? Sehr spannendes Thema.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tja, die Frage nach Liebe oder Zweckgemeinschaft ist schon spannend. Ich habe aus meiner Beobachtung den Eindruck, dass früher nach dem Tod eines Partners recht schnell wieder geheiratet wurde, besonders wenn Kinder da waren. Kaum war das Trauerjahr vorüber, wurde ein neuer Bund fürs Leben geschlossen. Patchworkfamilien - nur der Begriff ist neu, das Konstrukt war üblich und ist alt. Familienkonstellationen mit Geschwistern, Stiefgeschwistern, Halbgeschwistern waren ebenso normal wie Frauen und Männer, die mehr als einen Partner beerdigt hatten - geschieden durch den Tod, oft schon in jungen Jahren.

      Löschen
    2. Oh weh. Wenn ich höre, daß auf der Flucht mitgenommene Dokumente und Bilder später weggeworfen wurden, dann blutet mir das Herz. In meiner Familie ist es so, daß ich wohl die Einzige in unserer Generation bin, die sich dafür interessiert. Dafür bekomme ich derzeit alle Fotos und Dokumente , die in den anderen Haushalten noch vorhanden sind und kann sie sammeln und erstmal sicher verwahren. Was man hat, das hat man. Es tut ja nicht weh und nimmt auch nur wenig Platz weg, einen Karton oder einen Ordner auf dem Boden oder im Schrank aufzubewahren.
      Nun konkret zu deiner Frage:
      Die Genuntersuchung gab zum einen sehr allgemein gehaltene regionale Bezüge wie z.B. x % Skandinavien, x % Osteuropa.
      Interessant war der Blick auf die Stammbäume anderer Nutzer der Programme, denn dort fanden sich tatsächlich gemeinsame Vorfahren. Zum Beispiel weiß ich von meiner Schulfreundin aus der Grundschule, daß wir miteinander weitläufig verwandt sind. Die genetische Untersuchung bestätigte dieses Ergebnis, welches sich auf einen Vorfahren zurückführen lies. Ein anderes Beispiel ergab die Prüfung der Stammbäume bei meinem Mann. Nach dem Test genetisch eng verwandt mit einer Amerikanerin, konnten wir sehr schnell den gemeinsamen Vorfahren ausmachen: ein nach Amerika ausgewandertes Geschwisterkind seiner Urgroßeltern. Sehr spannend. Damit Du einen Eindruck bekommst: Ich habe in der einen Datenbank über 2.700 genetisch verwandte Personen, aber weiß nicht, wie wir miteinander verwandt sind.
      In den alten Kirchenbüchern fand ich sehr viele Hinweise. Ein großer Teil der deutschen Kirchenbücher ist digitalisiert und vieles kann auch kostenlos eingesehen werden. Anderes habe ich beim Regionalkirchenamt auslesen lassen. Ein großer Teil meiner Vorfahren stammt wohl aus Mittelsachen und aus dem Erzgebirge. Ich bin wohl mit einem ganzen Dorf auch heute noch verwandt😁😁😁😁, und daß, obwohl ich noch nie da war.
      Ein andere Familienzweig geht in Richtung Berlin, aber da komme ich derzeit nicht weiter.
      Soweit ich das bis heute weiß, ist meine Familie vom Elend und Unrecht der Vertreibung verschont geblieben.
      Falls Du noch etwas wissen möchtest oder evtl bestimmte Daten suchst, dann kannst Du mich gerne fragen. Ich könnte für Dich nachsehen, ob es für den gesuchten Ort Informationen gibt.

      Löschen
  3. Da ist Dir wirklich ein wunderbarer Brief gelungen. Du hattest ja vor Weihnachten schon durchklingen lassen, dass Du gerade an einem Herzensprojekt arbeitest. Die nach coloriereten Fotos sind eine Schau und wirklich dadurch viel fröhlicher, als es alte grau/braune Bilder sonst immer tun.
    In der Familiengeschichte meiner mütterlichen Seite bin ich durch meine Oma noch irgendwie informiert. Auf der Seite meines Vaters gibt es quasi nur seine Erzählungen.
    BG Sunny

    AntwortenLöschen
  4. wow!
    der anhänger mit dem foto ist wirklich sehr anrührend - kann verstehen, dass du herausfinden wolltest, wen er zeigt. bin beeindruckt was du alles herausgefunden hast. die reinste detektivarbeit.
    und mal wieder sehen wir beim blick zurück: es geht uns richtig gut.
    gefällt mir, wie du die fotos nachkoloriert hast!
    xxxx

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke. Ja, dann weiß man seinen Wohlstand und die warme "Bude" zu schätzen.

      Löschen
  5. Ein sehr anrührender Brief und eine schöne Aufarbeitung der Geschichte. Die Menschen hatten es damals sehr schwer. Und wir jammern heute auf hohem Niveau.

    Liebe Grüße Sabine

    AntwortenLöschen
  6. Toller Post! Vielen Dank dafür, dass Du uns/mich mitgenommen hast auf Deine ureigene Familien-Zeitreise. Spannend, wie Du rausgefunden hast, wer die Frau auf dem Bild war. Es ist bestimmt auch richtig spannend, anhand eines Gentests herauszufinden, wer seine Vorfahren sind. Ich hab das bislang noch nie gemacht. Mich würde auch interessieren, welche "Kulturen" in meinem Blut zu finden sind, also aus welchen Teilen der Erde meine Vorfahren stammen. Kann man das auch durch einen Gentest?
    Wahnsinn, wie jung und woran die Menschen vor z.B. 100 Jahren noch gestorben sind. Viele Krankheiten konnten nicht behandelt werden. Und das macht irgendwie demütig.
    Liebe Grüße Maren

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Deinen letzten Satz finde ich sehr passend. Demut vor unserm Wohlstand, auch mal zufrieden sein und nicht immer nur "meckern". Danke Maren.

      Löschen
  7. Was für eine wundervolle Überraschung und Entdeckung! Ich kann mir vorstellen, wie viel dieser Kettenanhänger für dich bedeutet. Vielen Dank für diese schöne und berührende Gute-Nacht-Geschichte, die ich jetzt gerade vor dem Schlafengehen lese, sie wird sicherlich in meine Träume mich begleiten.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hoffe, daß Dich meine wahre Geschichte in ein schönes Traumland geschickt hat. Danke!

      Löschen
  8. Wow, das finde ich total faszinierend, wie du deine Familiengeschichte so detailreich aufdecken konntest und besonders toll, dass es noch so viele alte Fotos gibt. Das war spannend zu lesen.
    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es war mein ganz persönlicher Krimi 😊. Alles echt und so passiert und nichts dazugedichtet.

      Löschen
  9. Sehr lange hab ich über dein Erzählung und den Brief an Anna Marie nachgedacht . Es ist schwerer Toback .
    Habe mich gefragt, ob ich das alles wissen wollte und was fange ich mit diesem Wissen an. Ja, es aufbewahren ist wohl das Wichtigste - gegen das Vergessen !
    In meinem Elternhaus lebte auch mein Urgroßvater. Er hatte zwei Zimmer. Eine Schlafkammer und eine kleine Stube.
    Über seinem Sofa, auf dem er sein Mittagsschläfchen hielt , ein Foto mit seinen Kameraden im ersten Weltkrieg.
    Auf dem Tisch eine große Flasche angesetzte Arnikatinktur ( Einreibe für die alten Knochen ). Vater - so nannten wir ihn, wurde 95 Jahre und dachte in der Sterbephase, es sei wohl der Blinddarm , und der müsse nun erstmal raus...
    Er hatte drei Töchter , die alle über 90 wurden. Nur seine Frau starb früh an Schwindsucht, worüber er kaum sprach.
    Ur Ur Enkel gab es also auch.
    Danke für diesen Eintrag !!!
    Herzlichst, Angela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tja, was macht man mit diesem Wissen?
      Ich habe die Unterlagen und Urkunden in einem Ordner abgelegt und die Fotos in einem Karton.
      Für mich ist es das Wissen um meine Vorfahren und damit gut. Wer bin ich, was macht mich aus und warum ist vielleicht manches so, wie es ist. Viellicht interessiert sich irgendwann einmal einer meiner Nachfahren auch mal dafür und dann ist eben schon etwas da.
      Außerdem scheint es mir sinnvoller, als so manche Biographie fremder Menschen zu lesen oder blöde Krimis im Fernsehen zu gucken.
      Liebe Grüße!

      Löschen
  10. Das ist ja mal interessant. Schön, dass du herausgefunden hast, wer die Frau auf dem Anhänger ist und auch noch so viel über sie erfahren konntest!
    Ich weiß nicht viel über meine Vorfahren. Meine älteste Schwester hat sich mal mit Ahnenforschung beschäftigt, aber wir haben kaum Kontakt zueinander. Hätte ich so ein persönliches Erbstück wie du, wäre meine Neugier vermutlich größer.
    LG
    Centi

    AntwortenLöschen

Was meinst Du dazu?
Auch konstruktive Kritik ist mir jederzeit willkommen. Danke dafür!
Aus gegebener Veranlassung behalte ich mir vor, anstößige Beiträge kommentarlos zu löschen.

Wenn Sie auf meinem Blog kommentieren, werden die von Ihnen eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. Ihre IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu finden Sie in meiner Datenschutzerklärung (https://naehfreundin.blogspot.de/p/rechtshinweise.html) und in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/privacy?hl=de)
Es besteht die Möglichkeit, Kommentare auch anonym zu verfassen.