"Näh doch lieber Klasse, als Masse" & "Gut gebügelt ist halb genäht"

(unbezahlte) Werbung

In diversen Post auf diesem Blog sind evtl. Markennamen genannt bzw. auf Fotos gezeigt. In meinem Blog dokumentiere ich jedoch lediglich mein Hobby und möchte mich mit anderen Hobbyschneiderinnen kreativ austauschen. Ich verdiene kein Geld mit diesem Blog. Trotzdem muß ich darauf hinweisen, daß es u.U. als (unbezahlte) Werbung durch Markennennung gesehen werden kann.

31. Januar 2017

9 Kommentare

...Was bleibt....


Soll ich ein Fragezeichen setzen?
Was bleibt?
Oder einen Punkt?
Was bleibt.
Im Januar des vergangenen Jahres ist mein Vati  nach sehr langer schwerer Krankheit verstorben.
Nach der ersten überstandenen Krebserkrankung und der Hoffnung auf nun noch ein paar schöne Jahre kam die zweite Krebserkrankung.
Er hat so sehr um sein Leben gekämpft, hat die Schmerzen so tapfer ausgehalten und erst in den letzten Stunden seines Lebens über seine Angst gesprochen.
Verloren haben wir alle.
Im Januar haben wir ihn auch beerdigt. Es lag nicht so viel Schnee wie in diesem Jahr, daran erinnere ich mich genau.
Nun ist ein Jahr vorbei. Jeder in der Familie hatte einmal Geburtstag, alle Feiertage haben sich im Jahreslauf wiederholt. Das Leben geht seinen Gang. Die Kinder vergessen so schnell.
Ich habe geweint, gelacht, geliebt. Manchmal vergessen. Doch jeden Tag an ihn gedacht. Mein Vati.
Ich bin mir bewußt, daß ich zur nächsten Generation gehöre, mit allen Konsequenzen. Mit jedem gelebten Tag verkürzt sich mein Leben um einen Tag....aber hab ich diesen Tag auch gelebt?
Ja, was bleibt nun?
Neben den guten, den schmerzhaften und nach den letzten Monaten auch wieder klarer gesehenen Erinnerungen bleibt Materielles.
Das Haus, der Garten, seine persönlichen Sachen.
Niemals würde ich in die Brieftasche eines anderen Menschen sehen.
Aber nun...

Ich habe die Brieftasche meines Vatis an mich genommen, nachdem meine Mutti die Papiere und das Geld herausgenommen hatte. Schmerzhaft für mich. Ganz schlimm, als ich sah, welche Fotos er bei sich trug.....Fotos von seinen Kindern und seiner Mutter. Auch dieses eine Foto von mir, auf dem ich gerade sechs Jahre alt bin. Er muß es also über vier Jahrzehnte bei sich getragen haben. Dieser Gedanke macht mein Herz so schwer.
Seine Lesebrille, die er noch auf dem Sterbebett nutzte, ebenso sein letzter Trinkbecher. Gerne erinnere ich mich daran, wie er noch, ganz Techniker und Erfinder, den Mechanismus des nicht tropfenden Babybechers untersuchte. Ganz fasziniert war er davon, welche feinen Dinge es heutzutage gibt. Babybecher , die nicht tropfen. Und so unendlich traurig, daß er da jetzt lag und diesen Becher nutzte, um wenigstens ein paar winzige Schlucke Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Essen ging ja nicht mehr.
Seine Armbanduhr. Mich schaudert. Halb sechs morgens verstorben, blieb die Uhr kurz vor sieben stehen...ist das nicht seltsam?
Was bleibt....das bleibt.
Zeitweise habe ich mich gefühlt wie ein Baum, der zur Hälfte entwurzelt ist. Die Mutter ist da, aber der Vater fehlt. Entwurzelt , weil die Last zu schwer wurde...wie die Äpfel an unserem kleinen Apfelbäumchen.
Wir haben das Bäumchen gestützt. Diese Hilfe hatte ich auch.
Die Last der Äpfel wurde unserem Bäumchen aber zu schwer, so daß es umknickte, wie der große alte Kirschbaum in meiner Kindheit, in den der Blitz damals einschlug.
 
Mein Mann hat das Bäumchen wieder aufgestellt, einen starken Pfahl eingeschlagen und das Bäumchen mit einem dicken Seil am Pfahl festgebunden. Wenn ich das Bäumchen war, dann war mein Mann der mich stützende Pfahl und das dicke Seil der Verbundenheit unser Sohn. Wir haben es geschafft. Wir haben unser Apfelbäumchen gerettet und uns auch. Der Todestag meines Schwiegervaters ist gleichfalls der Todestag meines Vaters. Ein trauriger Zufall.
Meine Eltern haben mir eine sorgenfreie Kindheit ermöglicht. Ich hatte es gut. Aufgewachsen mit vielen Tieren auf dem Land.
Danke für das alles.
Und nun mache ich mir noch Gedanken über das Erinnerungsoutfit (klick hier)Ein schwieriges Projekt.

12. Januar 2017

18 Kommentare

Ein Pullover namens "Klimt"....

...hat im letzten Herbst mein Herz erobert.
 Das Modell habe ich auf  ravelry  gesehen und von da an kreisten meine Strickgedanken um das "haben will".

Die Anleitung war schnell gekauft, die Wahl des Garns wurde zum Problem.

Im Original wurden "Flower bed" und Artyarn verwendet.
Artyarn ist, mal abgesehen vom Preis , nicht das Problem.

Daß "Flower bed" ein Garn von Noro ist, ja dafür mußte ich schon eine Weile länger suchen.
Dieses Garn wird vom Händler, wenn ich das richtig verstanden habe, im größeren Mengen auf einer Kone gekauft und dann für jeden Käufer in individuell gewünschter Menge wieder abgespult. So weit, so gut.
Aber warum wird das Garn dann nicht unter dem Namen Noro angeboten, sondern unter "Händlername"-flower bed ?
Und übrigens, liebe Onlinehändler, wenn ihr die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme anbietet, dann antwortet bitte auch. Das wäre nett.

Durch Zufall habe ich beim Besuch des Weihnachtsmarktes in Schneeberg ein kleines Handarbeitsgeschäft gesehen und ich war begeistert. So schön und garnicht so weit weg.
Und das Allerbeste: Mein Mann meinte spontan, daß er mir doch zu Weihnachten Wolle schenken könne.... da sage ich doch gerne "JA!!!"

Das wäre dann also ein Teil meiner Weihnachtsgeschenke:



Und natürlich habe ich auch am 25.Dezember angestrickt. So schöne Geschenke wollen nicht nur ausgepackt ,sondern auch benutzt werden. Streicheleinheiten für die Seele.

Zum Vergleich der von mir benutzen Garne und Artyarns werde ich einen separaten Post schreiben, denn ich habe auch Artyarn hier liegen.

Nun zum Modell.

Der Pullover wird von unten her in Runden gestrickt.
An das erste gestrickte Band, zur Runde gelegt, wird ein weiteres Band angestrickt:

Auf meiner einzelnen Nadel hatte ich die entsprechende Maschenanzahl des zweiten Bandes. Hiervon wird die letzte Masche (grüner Pfeil) mit einer Randmasche des vorhandenen Bandes (blauer Pfeil) zusammengestrickt (gelber Pfeil). Dann wendet man die Arbeit und strickt die erste Masche normal links ab. Ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht.






Für jedes Farbfeld wird eine Farbpartie gestrickt, dazwischen schmale Streifen in Effektgarn.
Das nächste Foto zeigt die Fadenreste aus einer Runde.


Nun immer weiter stricken.....

Das ist der Stand am heutigen Tage. 
So ganz glücklich bin ich mit der Farbaufteilung nicht, es ist mir zu lila. Aber was soll ich tun? Ribbeln und nun mit zwei statt drei Farbpartien weiterstricken? Oder verfahre ich nach der Methode "Augen zu und durch" und lasse mich vom Endergebnis überraschen? 
Werde eine Nacht drüber schlafen.

Beste Grüße von eurer Frau Nähfreundin, die im Moment Strickfreundin heißen müßte.
Hier wird nicht genäht, sondern nur gestrickt. Und zwar wie "bekloppt".


10. Januar 2017

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Wollmeisen-Pulli. Fertig.

Voila, hier ist der Anfang Dezember 2016 angestrickte Pullover für den Sohn.
Paßt, wackelt, hat viel Luft und wird geliebt (leider nur zu Hause, denn in der Schule ist Handstrick uncool).
Verbrauch je 150 Gramm Wollmeise in den gezeigten Farben. Es ist nichts übrig.
Die schwarzen Farbstreifen sind Reste von Wollmeise " Thriller". Zum Glück hatte ich da noch einen Rest übrig.
Halbpatent. Ohne Anleitung, einfach vermaßt. Fühlt sich gut an , verbraucht aber Unmengen an Garn.

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Die Temperaturdecke ist angestrickt.

 Allen meinen Lesern ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr!
Hoffentlich seid ihr nicht wahrhaftig hineingerutscht....

Bei uns liegt Schnee und es war ein paar Tage außergewöhnlich kalt.
Im Nachbarkreis gab es nachts minus 30 Grad....bibber....

Es ist Zeit, die Temperaturdecke anzustricken....

Ich stricke die Tageshöchsttemperatur. Diese habe ich in lila bei minus 6 Grad Celsius festgelegt.
Und so sieht das Gestrick bis zum 5. Januar aus. Weiter  bin ich noch nicht.

Der aufgestickte Pfeil zeigt die Richtung an, denn sonst weiß man ja am Ende nicht mehr, wo Dezember und wo Januar ist. Jaja, ich habe vorgebaut 😄...und ich habe vor, das Ganze auch durchzuhalten.

Am Anfang jeder Hin- und auch jeder Rückreihe stricke ich eine Masche aus dem Querfaden heraus.
Das mache ich so bis zur Jahresmitte, dann muß ich abnehmen.


verlinkt zu: Auf den Nadeln im Januar.