(unbezahlte) Werbung

In diversen Post auf diesem Blog sind evtl. Markennamen genannt bzw. auf Fotos gezeigt. In meinem Blog dokumentiere ich jedoch lediglich mein Hobby und möchte mich mit anderen Hobbyschneiderinnen kreativ austauschen. Ich verdiene kein Geld mit diesem Blog. Trotzdem muß ich darauf hinweisen, daß es u.U. als (unbezahlte) Werbung durch Markennennung gesehen werden kann.

23. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Teil 6 - Was kann ich mit einem Grundschnitt machen? Möglicheiten der Änderung des Grundschnittes.

21. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Verschiedene Paßformprobleme beim Rock (und bei der Hose). Wie ändere ich welches Problem bereits am Schnitt?

Das Problem: Der Bauch.

Dieses "Problem" erkläre ich anhand eines Hosenschnittes, denn diesen Post habe ich noch aus meiner Hosennähzeit  als Entwurf gespeichert. Aber egal, der Bauch stört ja bei Rock und Hose ;-)


Begnadet sind diejenigen, die einen Standardschnitt nutzen können, ohne daß der Bund nach unten rutscht oder der Bauch in irgendeiner Form im Weg ist....


Sofern man wiederholt das Problem mit einer größeren Änderung beim Nähen hat, bietet es sich an, sich einmal die Mühe zu machen und sich einen eigenen Schnitt mit den richtigen Änderungen zu estellen.
Diesen Schnitt kann man dann auf alle künftigen Standardschnitte auflegen und die Maße übernehmen.

Die benötigte Schnittmustergröße bei Röcken und Hosen richtet sich IMMER nach der Hüftweite.

Die Vorarbeit: Das Maß-Nehmen.
Wieviele Zentimeter müssen wo zugegeben oder weggenommen werden?


Die fehlende Weite ergibt sich aus der Differenz zwischen eigener gemessener Taillenweite und der Weite lt. Maßtabelle eures Schnittmusters.
Wieviel an Länge zugegeben werden muß richtet sich nach der fehlenden Weite.

Wenn bis zu 4 Zentimeter Weite fehlen, dann bleibt die vordere Länge unverändert.
Fehlen  4 bis 6 Zentimter, dann müssen 0,5 Zentimeter Länge eingefügt werden.
Fehlen 6 bis 8 Zentimeter, dann muß 1,0 Zentimeter an Länge eingefügt werden.


Zuerst wird am Schnitt die fehlende Länge eingezeichnet.

Falte das Schnittteil so, daß die innere Beinnaht auf die Seitennaht trifft. Diese Bruchlinie entspricht der Mitte. Das Schnittteil wieder auseinanderfalten und die Bruchlinie mit einem Stift deutlich markieren.

Nun zeichnest Du ca. 15 Zentimeter unterhalb der Taille eine waagerechte Linie ein. Diese Linie muß genau im rechten Linie zur einzeichneten Mittellinie verlaufen.

Als nächstes zeichnest Du ca. 10 Zentimeter neben der Seitennaht eine weitere senkrechte Linie ein.

Jetzt wird der Papierschnitt aufgeschnitten, und zwar an der waagerechten Linie von der vorderen Mitte bis knapp an die Seitennaht und an der senkrechten Linie bis knapp vor dem waagerechten Einschnitt.

Alle bis hierher beschriebenen Arbeitsschritte sieht Du in Abbildung Nr. 1.


Weiter zu Abbildung Nr. 2:
Jetzt wird das Schnittteil von der vorderen Mitte bis zum senkrechten Einschnitt auseinandergeschoben und somit die Länge eingefügt. Wieviel an Länge steht weiter oben im Text rot markiert.

Vom senkrechten Einschnitt  bis zur Seitennaht erfolgt die Zugabe keilförmig. An diesem nun entstehenden "Keil" mußt Du nun die obere Kante ausmessen und diesen Betrag von den Zentimetern abziehen, um die Du den Schnitt erweitern mußt.




Bis hierher ging es um die fehlende Länge .

Jetzt wird die Weite angepaßt.

Die im folgenden beschriebene Anpassung gilt für die Hose, beim Rock muß individuell angepaßt werden.

Sehen wir auf Abbildung Nr. 3:
In Kniehöhe (das sind im Schnitt die kleinen Querstriche) zeichnest Du eine waagerecht zur Mitte laufende Änderungslinie ein.
Nun das Schnittteil von oben an der Mittellinie entlang bis zur eingezeichneten Änderungslinie in Kniehöhe einschneiden.
An der waagerechten Änderungslinie in Kniehöhe von der Mitte aus bis knapp an den Rand einschneiden.

Zuletzt wird die fehlende Weite  eingefügt, siehe Abbildung Nr. 4:

Fehlende Weite = weiter oben im Text rot markiert abzüglich des gemessenen Betrages vom "Keil".

Damit die Balance (hier klicken) erhalten bleibt achte unbedingt darauf, daß die waagerecht entstandenen Einschnittkanten beidseitig gleichmäßig  auseinander geschoben werden.

Nun wird der Fadenlauf neu eingezeichnet.
Dafür verlängerst Du den Fadenlauf aus dem untersten nicht geänderten Schnitteil (also ab dem Saum) gerade nach oben.




Viel Erfolg!

14. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Verschiedene Paßformprobleme beim Rock (und bei der Hose). Wie ändere ich welches Problem bereits am Schnitt?

Das Problem: eine ungleiche Hüfte.



Nachdem wir uns mit dem Thema Balance (hier klicken)  beschäftigt haben, möchte ich euch zeigen, wie man die ungleiche Hüftpartie bereits im Schnitt berücksichtigt.

Wichtig zu wissen: Der Saum bleibt gleich, wir beheben das Probelm "oben".

Vorbereitung:
Das Schnittmuster für die vordere und rückwärtige Partie wird je 2 x benötigt, muß also zweimal kopiert werden.
Dann werden die Teile an der Mittellinie zusammenklebt, so daß ein "ganzer" Schnitt vorhanden ist (normaler weise kopieren wir einen halben Schnitt).

Zuerst zeichnen wir in Hüfthöhe, das ist ca. 20 cm unterhalb der Taille, eine waagerechte Änderungslinie ein.

Wer es ganz genau machen will: Taille mit einem Band am Körper markieren wie hier in diesem Post beschrieben und dann mittels Maßband nachmessen, wo die stärkste Stelle an de Hüfte ist. Diesen Abstand dann nutzen, in der Regel sind es die genannten 20 Zentimeter.

An der Seite mit der flacheren Hüfte zeichnest Du nun eine senkrechte Linie von der Abnäherspitze bis zur markierten Hüftlinie ein.

Beide Linien (markierte Hüftlinie und die eingezeichnete senkrechte Linie von der Abnäherspitze zu Hüftlinie) kreuzen sich. Von diesem Punkt aus zeichnest Du nun eine Linie bis zur Abnäherspitze der stärkeren Hüftseite.

Nun benötigen wir eine Schere.
Beide Abnäher werden nun mittig aufgeschnitten.
Auf der markierten senkrechten Abnäherlinie bis zur Hüftlinie!

Außerdem werden die Schnittteile entlang der Hüftlinie bis zum senkrechten Einschnitt und weiter fortlaufend entlang der schrägen Änderungslinie bis zur Abnäherspitze eingeschnitten.

Nun werden die auseinandergeschnitten Teile um den errechneten Betrag wieder übereinander geschoben.

Welcher errechnete Betrag?
Klick hier nochmals zum Post über die Balance und sieh dir die Zeichnung mit den grünen Pfeilen an.
Laß dir beim Messen unbedingt helfen!
Die Differenz aus den beiden abgemessenen Werten ist der Betrag um den du die Schnittteile überreinander schieben mußt.

Nun alles festkleben.

Damit die Abnäher nun nicht schräg verlaufen , müssen wir sie neu anzeichnen.
An welche Stelle?
Die Abnähermitte muß im rechten Winkel zur eingezeichneten Hüftlinie verlaufen.

Zuletzt noch ein Wort zur Mittellinie.
Auch die Mittellinie, also rückwärtige und vordere Mitte,  muß neu eingezeichnet werden. Am besten ein langes Lineal, oder einen anderen langen geraden Gegenstand nehmen. Bitte die Mittellinie nicht mit einem kurzen Lineal "stückeln", denn gerne verschiebt man unabsichtlich  die Linie ein bißchen und es kann passieren, daß beim Zuschnitt der Fadenlauf nicht mehr stimmt.

Das Lineal wird an der ursprünglichen oberen Mitte angesetzt und eine Senkrechte gezogen.

Fertig.

Nun sind auf dem Schnitt zwei unterschiedliche Schnitthälften zu sehen, die perfekt passen sollten.


So wird angezeichnet, aufgeschnitten und die Teile verschoben:


Und so sieht der angepaßte Schnitt fertig aus:

Viel Erfolg !

11. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Teil 5 - Der menschliche Körper und die Sache mit der Balance.

Der heutige Beitrag soll euch animieren, euch vor den Spiegel zu stellen und euch selbst kritisch zu beobachten.
Bei einem Fertigschnitt geht man davon aus, daß der menschliche Körper in Teilen gegengleich gebaut ist. Aber ist er das wirklich?

Ein paar Beispiele:
Wenn ich mich selbst gerade vor den Spiele stelle und mit den Fingern  auf meine beiden Hüftknochen zeige, dann sehe ich ganz deutlich, daß diese nicht auf einer Höhe sind. Es gibt einen Unterschied von ca. 1 cm.
Sitze ich auf dem Beifahrersitz im Auto, dann fällt mir das auch auf (und ich achte auch zunehmend darauf): ein Knie schiebe ich immer (!) nach vorne. Und: Bei einer meiner gekauften Hosen trete ich immer (!) wenn ich noch ohne Absatzschuhe zu Hause herumlaufe auf das eine Hosenbein hinten drauf. Da diese Hose aus Leinen ist, kann ich das ganz deutlich erkennen. Leinen knittert edel *haha*.

Ein Selbstversuch sieht folgendermaßen aus:
Bindet euch ein Maßband um die Taille und befestigt dieses mit einer Büroklammer, damit es nicht wegrutschen kann. Gut geht auch ein breites Geschenkband aus Stoff, daß mit einer Stecknadel befestigt wird. Das Ganze am besten auf der Haut, ohne Wäsche, dann ein bißchen bewegen und nun genau hingucken!
Liegt das Taillenband waagerecht auf beiden Seiten?
Ist es vorne oder hinten nach oben oder unten gerutscht?

Wenn dem so ist, dann könnt ihr euch vielleicht auch vorstellen, daß ein Rock (auch eine Hose) schräge Falten wirft oder an der einen oder anderen Stelle Falten zeiht. Das muß ja so ein, denn der Stoff will ja gerade fallen, wird aber durch die Ungleiche unseres Körpers manchmal daran gehindert.

Die Fachausdrücke für diese Problematik heißen vordere und hintere Taillensenkung, nach vorn oder hinten gekipptes Becken, Beckenschiefstand. Klingt kompliziert.


Will man nun ganz genaue Werte haben, dann muß man sich helfen lassen.

Bittet jemanden, eure Werte mit dem Maßband zu messen, so wie es die grüne Markierung in der folgenden Skizze zeigt.

Kleine Differenzen können bei Hosen durch unterschiedlich lange Hosenbeine ausgeglichen werden.
Beim Rock, vor allem beim schmalen Rock fällt dies auf, "zipfelt" der Saum oder er zieht leichte Falten am Saum.

Kippt das Becken nach vorn oder hinten, dann verschiebt sich die Seitennaht und der Rocksaum hängt "schief".  Außerdem zieht der Rock Schrägfalten.
Mit der nachfolgenden kleinen Skizze habe ich versucht, das zu veranschaulichen. In der Regel fällt es nicht so sehr auf.


Und jetzt ist "Spiegelgucken" angesagt!

Auf alle möglichen  Figur"probleme" kann ich nicht eingehen.
Aber ich möchte euch zeigen, wie man sich bei unterschiedlichen Hüftpartien behelfen kann und - mein Lieblingsthema- ich zeige euch, wie man den Schnitt verändert, wenn man ein bißchen Bäuchlein hat.


An dieser Stelle sei wiederum ein Blick in die Historie erlaubt. Auch früher hat man sich schon mit der Körperhaltung befaßt:
Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein, Berlin und Wien, 1908

Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein, Berlin und Wien, 1908

Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein, Berlin und Wien, 1908

Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein, Berlin und Wien, 1908

Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein, Berlin und Wien, 1908

An dieser Stelle sei auch der Blick auf den Oberkörper erlaubt, auch wenn dies nichts mit Rock oder auch Hose zu tun hat:
Wenn Du gerade vor dem Spiegel stehst, dann achte mal auf deine Schultern. Stehst Du schief? Hängt eine Schulter weiter nach unten als die andere? Machst du "einen Buckel" ?

Genau hingucken!
Dann überlegen, welchen Einfluß deine Körperhaltung auf das eine oder andere Kleidungsstück haben könnte.

9. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Teil 4 - Abnäher: Wozu braucht man sie und warum kommen sie an eine ganz bestimmte Stelle? Abnäher und Hüftform. Wie werden Abnäher genäht?

Wer meinen letzten Post mit de Berechnung eines Rock-Grundschnittes gelesen hat, der hat sich  eventuell über die Formulierung des letzten Satzes gewundert : "Abnäher und Hüftform sind nun auszuformen".

Was Abnäher sind wissen wir alle.  Aber wie und  an welcher Stelle sind sie im Schnitt einzuzeichnen?
Großes Fragezeichen.

Sehen wir uns als erstes die verschiedenen Hüftformen an.
Ein selbstkritischer und ehrliche Blick in den Spiegel hilft, die richtige Form zu finden. Es ist ganz einfach, man muß nur wissen, wie es geht. 
Ist viel Hüftgold vorhanden, dann wird in der Regel, die letzte, hier rot gezeichnete Variante die richtige sein. Das heißt, an der Seitennaht muß vom Normalschnitt ausgehend abgerundet mehr Weite angezeichnet werden. 


Zur besseren Veranschaulichung habe ich hier noch einmal die unterschiedlichen Hüftvarianten skizziert.



Nun bleibt aber immer noch die Frage, an welcher Stelle im Schnitt die Abnäher eingezeichnet werden müssen, damit am Ende der Rock (auch die Hose) auch gut sitzt.

Stell Dir vor, du wickelst ein Stück Stoff um deinen Körper und steckt die überschüssige Weite des Stoffes ab.  Die Menge des abgesteckten Stoffes entspricht dem Abnäherinhalt.

Wenn wir unsere Figur von de Seite betrachten, dann sehen wir den Abnäherinhalt, im nachfolgenden Bild blau markiert.
Den sogenannten Hüftabstich sehen wir hier in rot markiert.
Die Formung des Hüftabstichs bekommen wir mit der oben beschriebenen Formung des Hüftbogens am Schnitt hin. Man kann die zu zeichnende  Größe des Hüftbogens auch ausrechnen, doch als Hobbyschneiderin mit einer einigermaßen normalen Figur möchte ich es mir auch nicht zu kompliziert machen.


Den Abnäherinhalt können wir ausrechnen und in den Schnitt einzeichnen.

Nun gedanklich zurück zur in diesem Post beschriebenen Erstellung eines Rockgrundschnittes.


In der Berechnung ist die Rede von "1,5 Erhöhung". Damit ist die erhöhte Taillenlinie an der Seitenlinie gemeint. Die Seitenlinie (Konstruktionsstrecke t2-t4 und t3-t5) wird um 1 bis 1,5 cm nach oben verlängert.

Für eine normale Hüftrundung verwendet man 1 cm, hat man eine stärkere Hüftrundung, dann kann man auf max. 1,5 cm Erhöhung gehen.


Bei der Erhöhung der vorderen Abnäher (Konstruktionspunkte t9, t10 und g5)  nimmt man 0,5 bis 0,7 cm, also ca. die Hälfte der Erhöhung an der Seitenlinie.


Der seitliche Hüftabstich ist bei einer normalen Figur der halbe Taillenausfall.

Der Taillenausfall errechnet sich aus der Hälfte der Hüftweite anzüglich der Hälfte der Taillenweite.

Der vordere Rockabnäher beschreibt den Hüftknochen.

Bei einem stark ausgeprägten Hüftknochen hat der vordere Abnäher ca. 2 cm Inhalt, bei schwach ausgepägtem Hüftknochen bis 1,5 cm und bei sehr schlanken Figuren kann er bis zu 2,5 cm Inhalt haben.

Die Länge des vorderen Abnähers beträgt 8 bis 10 cm. Den Abnäherinhhalt jeweils rechts und links hälftig der eingezeichneten Linie abtragen, auswinkeln und gerade einzeichnen.

Das Gesäß wird durch den hinteren Rockabnäher geformt (Konstruktionspunkte t6,t7,t8 und g1)

Merke: Beträgt der Inhalt für den hinteren Abnäher mehr als 4,5 cm, dann sollte man 2 Abnäher in den Schnitt einzeichnen.

Die Länge des hinteren Abnähers beträgt 13 bis 15 cm. Die Einzeichnung analog wie beim vorderen Abnäher beschrieben.


Nun noch ein Wort zu den genähten Abnähern.

Beispielhaft habe ich hier in diesem Post (Tutorial zu Vogue 1257) schon einmal gezeigt, wie man Abnäher näht und wie man es lieber nicht machen sollte, denn dann entstehen die ungeliebten "Tüten".

Abnäherauslauf ist links richtig dargestellt, rechts falsch "Tütenbildung"
Nahtverlauf bei Rock und Hose bei links einer Figur mit Hohlkreuz, rechts einer Figur mit voller Hüfte

oben: ausgebügelter Abnäher von der Innenseite aus betrachtet; mitte: "Auf den Kopf gebügelter Abnäher" von der Innenseite aus betrachtet; unten : übergebügelter Abnäher von der Innenseite aus betrachtet

Die Zugaben:

Die Nahtzugaben sind abhängig vom Nahttyp und der Lage am Kleidungsstück.
Grundsätzlich gibt man an Taille und Bund 1cm zu,  an der Seitennaht und an der hinteren Mitte 1 bis 3 cm zu.

Für den Saum rechnet man bei runden Säumen maximal 2 cm, bei geraden Säumen bis 5 cm.


Für heute genug, oder?

8. Juni 2016

Butterick 5918

Eines meiner Lieblingskleider.
Es paßt gut, trocknet schnell und ist bügelfrei.

Wer mehr Informationen zu diesem Kleid nachlesen möchte,  der klickt hier.


Die Fotos haben wir am letzten Wochenende in Berlin gemacht, ist ja unschwer zu erkennen.
Ein- bis zweimal im Jahr bin ich da.

 am Palais am Funkturm, Berlins größtes Ballhaus

UBahn Linie 2

am Alex und am Brandeburger Tor...durchs Brandenburger Tor laufe ich jedes Mal, wenn ich in Berlin bin

nochmal Palais am Funkturm
Heute viel Bilder und wenig Text, denn beschrieben habe ich dieses Kleid schon ausführlich im o.g. Post.


5. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Teil3 - Die Erstellung eines Rock-Grundschnittes.

Los gehts!
Heute wird gerechnet.
Um zum gelb markierten Rockschnitt nach eigenen Maßen zu kommen, nüssen wir rechnen.

Die Konstruktionsstrecken seht ihr im Grundgerüst des Schnittes (zweites Bild).

Die komplette Berechnung habe ich mit meinen Maßen eingescannt. Beschäftigt euch damit, übertragt die Maße auf euch und rechnet alles aus.

Im nächsten Post geht es um die" Abnäher und Hüftformen" (hier rot markiert), wie sie korrekt eingezeichnet und genäht werden.






4. Juni 2016

Let's Rock! ЮБКА! Skirt! Teil 2 - Welche Arten von Röcken gibt es? Hommage an Mary Grant & Co.


Ein "Quänt"chen Rock. Diese Formulierueng fiel mir ein, als ich begann, mich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Mary Quant, die Grand Dame der Miniröcke.

"Ein Outfit für Mädchen mit wenig Geld und viel Attitüde". 
Zitat Mary Quant


Vor ungefähr fünf Jahrzehnten ließen sich die Männer die Haare wachsen und bei den Frauen rutschten die Rocksäume nach oben. Supermini. Der Saum ist mindestens 10 Zentimeter oberhalb des Knies .
"Provokation" hieß es damals und wenn man es recht betrachtet, dann gab es so etwas wohl so etwas in der Geschichte der Mode noch nicht.
Man denke an das Model "Twiggy", kurze gerade Hängerkleidchen, großflächige geometrische Muster, alles möglichst bunt. Rebellisch. "Chelsea-Look", benannt nach dem trendigen Stadtteil in Großbritanniens Hauptstadt.

Im Sommer 1968, das Jahr in dem ich geboren  bin, erreicht der Minirock seine größte Bekanntheit.
Als "Mikrorock" rutschte der Saum im Jahr 1969 auf die höchstmögliche Saumhöhe ..... mit sichtbaren Slip. Na Danke. An dieser Stelle will ich mich mal nicht weiter über dieses Thema auslassen, obwohl ich da noch einiges zu schreiben hätte ;-)

Vor einigen Jahren schrieb ich bereits einen Post über Frauenkleider im Wandel der Zeit. Wen das interessiert, es sind viele Bilder, der kann gerne hier nochmal nachlesen.

Irgendwo habe ich gelesen, daß sich Mary Quant über Coco Chanel geärgert hätte, die mit den Worten zititert wird das Knie sei "der häßlichste Teil eines Frauenkörpers".
Damit bin ich auch schon beim nächsten Punkt.

Nicht Jede  sollte so kurze Röcke tragen. Aber darüber möchte ich an dieser Stelle nichts weiter schreiben...ein Blick für sich selbst in den Spiegel und im Hochsommer in die Einkaufsstraßen sollte genügen.

Ich habe  für mich selbst  entschieden, daß meine Länge mindestens "mezzo", also kniebedeckt sein sollte.
Das sieht einfach besser aus !

Welche Arten von Röcken gibt es denn nun?

Grundsätzlich drei:

Tellerrock (wie man diesen Schnitt erstellt habe ich hier schon gezeigt)

Glockenrock (wie man diesen Schnitt erstellt, habe ich hier gezeigt)

Standardrock, also der schmale Rock, auch Bleistiftrock genannt, aus dem man alle möglichen Rockvarianten entwickeln kann.

Einen solchen Rockschnitt möchte ich mit euch gemeinsam erstellen. Erst rechnen, dann zeichnen, dann Problemzonen am Schnitt ändern und zuletzt nähen.
Haltet schon mal nach einem großen Bogen Papier Ausschau, z.B. Rückseite eines großen Kalenderblattes, Packpapier,  Flipchartpapier, Schreibtischunterlagen. o.ä.

2. Juni 2016

Was macht diese Hose so anders?


JUst DO it!

Wieso halten diese Hosen so unglaublichen Belastungen stand?

Meine Größe bekomme ich nicht aufs Bild ;-)
Deshalb zeige ich eine ausgesonderte, weil für den Kampfsport zu kurze gewordene, Kinderhose, die ich eingefärbt habe. Heute ist das eine über alles geliebte Spielhose, denn sie ist sehr bequem, wenn auch viel zu kurz.

Das Material ist Baumwolle. Fest gewebt. Sehr fest.
Waschen nur bei 30 Grad Celsius, auf keinen Fall in den Trockner, denn sonst gibt es eine Puppengröße ;-)

Die Knie sind verstärkt, wie man unschwer am nicht geflickten Loch in Kniehöhe erkennen kann ;-)

Nähtechnisch interessant , und nur deswegen zeige ich das heute hier, finde ich den großen eingesetzten Keil im Schritt. Nähte doppelt. Hält besser.





1. Juni 2016

Vogue 1398. Ein Frustpost.

Das war der Plan: Vogue 1398.
Zusätzlich wollte ich noch kleine Ärmelchen (wie in meiner Skizze) anbringen, "gemopst" vom Washi (klick hier)
Das Ergebnis sollte ein korallefarbenes Kleid aus einer Viskose-Leinen-Mischung sein.
Denkste!

Das Oberteil ist ca. 3 cm zu lang.
Das kann ich ändern.

Der Rock zu weit.
Pfui! Dafür müsste ich ja die Rundungen an den Seiten wieder auftrennen...

Die vorderen Teilungsnähte sitzen an der völlig falschen Stelle, nämlich zu weit außen. Es ist überhaupt keine Form drin.

Zum Glück hatte ich den Schnitt schon vorab geändert:
An der roten Linie habe ich in das mittlere Rockteil 11 cm eingefügt.
Wenn ich nun das Oberteil kürze, kommt ja auch der Rock nach oben und verkürzt sich dadurch.
So etwas nennt man Glück im Unglück.


So ein blödes Kleid.
Ich mags euch garnicht zeigen....

Was nun?
Entweder habe ich jetzt ein Ufo oder aber ich fange an zu trennen.

Edit:
Ein Tag später.
Rockteil komplett aufgetrennt. Ich bin ja die Meisterin des Trennens klick hier Vogue 1381 ;-)