27. September 2012

Burda 09/2010, Modell 122

Schnitt- und Stoffwahl

Mein Kleiderschrank ist recht gut gefüllt.
Was ich wirklich brauche, ist ein Übergangsmantel für den Herbst.
Er sollte elegant und sportlich, aber auch klassisch geschnitten sein.
Nicht allzu modisch, denn ich möchte ihn mehrere Jahre tragen können.
Nicht zu auffällig, lieber dezent.

Er sollte den Po bedecken, er sollte im Dekollete gut zu schließen sein, denn  ich hab es gern warm.

Meine Wahl fiel auf den Kurzmantel Modell 122 aus der Burda 09/2010.

Mein Stoff ist ein anthrazitfarbener Loden von Anita Pavani .
Zusammensetzung 85% Schurwolle und 15 % Cahmere.
Pflege des Stoffes: Ausbürsten, auslüften genügt meist, sonst chem. reinigen

Ich denke, daß ich mit diesem Schnitt und diesem Stoff ganz zufrieden sein werde.

Ich hoffe, daß es beim Nähen keine Probleme gibt, denn der Stoff war mit 37,90 Euro/Meter recht teuer.

Alles Nähzubehör bis auf das Futter habe ich schon besorgt bzw. auf Lager.






Irgendwie bemerkenswert finde ich den Haarschnitt des Modells (linkes Foto) und den meinen (rechtes Foto).


Wenn das kein gutes Omen ist ;-)




Der Zuschnitt:

Es herrschen erschwerte Bedingungen.
An meinem normalen Zuschneideplatz auf dem Fußboden entstand ein Zoo.

 Dort leben allerhand Tiere, die sich etwas erzählen, fressen, kuscheln...
 


 Die Mamas unter euch werden das kennen.....
Ich habe also auf einem Tisch zugeschnitten und habe deshalb kein Lagebild der Schnittteile. 


 Das muß mein Mantel werden:


Stoffreste werden unverzüglich für den Straßenbau verwendet.

Das obere Rückenteil habe ich wegen meines Hohlkreuzes  um 1 cm in der Länge gekürzt (Foto unten):


Eine Schrecksekunde: Aus dem Lageplan ist NICHT ersichtlich, auf welche Schnittteile Vlieseline aufgebügelt werden soll. In diesem Fall nicht so tragisch, denn im Heft gibt es eine Kurzjacke nach dem selben Schnitt. Ansonsten hätte ich es so gemacht wie immer.

Wir haben einen Hausgeist!!!!
Mein gutes altes (hornaltes) Kopierrädchen ist weg. Einfach weg. Es ist nicht da. Nirgends zu finden. Rätselhaft.
Ich mußte also mit so einem Billigding ausrädeln, welches als erstes das Papier zerräderte. Wie unpraktisch, nun habe ich Papierkügelchen auf dem Stoff.


Wie man sieht, sieht man - vom Kopierpapier - nichts.

Deshalb muß die gute alte Schneiderkreide her, die ich mit dem Kartoffelschäler vorher in Form gebracht habe.



Das Nähen.

Auch die mit Schneiderkreise aufgezeichneten Linien sind nicht ideal, da sie schnell verwischen und auch nicht so ganz genau sind. Ergo muß das gute alte Heftgarn her: alle relevatnen Linien habe ich mit Heftfaden nachgezogen.

Der Mantel wird offenkantig verarbeitet.

Bei den vorderen  Abnähern muß ich den Abnäher ein- und ausschneiden, den Stoff aufeinanderschieben udn dann steppen. Bei den rückwärtigen Abnähern muß nur eingeschnitten werden.

In den nächsten Tagen werde ich nach und nach alle Nähte ausführen.





19. September.
Ich krieg die Krise!!!!!!!!!!! Ich seh nix beim Nähen!!!!!!! Das Garn verschwindet im Stoff.
Hoffentlich muß ich nicht trennen.

Die Jacke bekomme ich nicht fertig bis zum selbst gestellten Termin. Toll :-(

Vielleicht schließe ich mich mit der Herbstjacke dem Wintermantel-sew-Along an.

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20. September.
Zwischenstand:Sieht noch garnicht nach "fertig" aus :-(


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27.September
Hatte ich doch vergessen, die Einlage aufzubügeln. So was.

Einlage aufbügeln


Für das aufbügeln der Einlage braucht man Zeit. Das geht nicht mal eben so zwischendurch.

Ich gehe niemals direkt mit dem Bügeleisen auf die Vlieseline. NIE!
Wem einmal Vlieseline am Bügeleisen festgeklebt ist, der weiß von was ich rede.

Immer ein Tuch dazwischenlegen, am besten ein feuchtes Tuch. Außer bei Seide, hier besser vorher eine Bügelprobe machen.

NIEMALS !!! das Bügeleisen schieben! Wer das Bügeleisen wie beim normalen Bügelvorgang hin und her schiebt, hat schon verloren.
Stück für Stück das Bügeleisen aufsetzen, leicht andrücken und die entsprechende Zeit (gemäß Aufdruck am dem Vlieselinerand) abwarten. Das dauert seine Zeit.
Dann prüfen, ob auch alle Stellen festgebügelt sind und zum auskühlen und evtl. nachtrocknen flach auf den Boden legen.
Jetzt warten und nicht gleich weiternähen.
So viel Zeit muß sein!




Noch ein Tip: Die Vlieseline möglichst ein kleines Stück kleiner als den Stoff zuschneiden, dann klebt sie nicht am Bügelbrett fest.




Kommentare:

  1. ich klaufe bei Pavani nichts mehr.
    habe selbst 2 mal sehr schlöechte erfahruingen für sehr viel geld gehabt. und meine fruednin ein zeinziges mal gekauft und auch sofort volltreffer gelandet.
    bei der freundin hat der stoff nach dem waschen überall flecken bekommen-farbe zerlief.
    ikch ahbe merino jersey geklauft. die nachgekaufte lieferung hatte nciht nur eine andere farbe sondern aujch deutlich teurer und deutlich schlechtetere qualität.
    zuerst hat sich niemand um meine reklamation gekümmert. danach sagte mir ihr mitarbeiter, dass es für 28€/m völlig normal wäre, dass mein merino jersey wie blöde fuselt udn das ohne waschen nach 2 mal anziehen, da sie jetzt alles auch china beziehen und wenn ich ohne fuseln haben möchte soll ich doppel so viel zahlen.
    dann unter nachdruck bekam ich minimale kostenerstattung.
    und die zweite erfahrung war mit sehr teueren mantelwolle, angeblich eines it. modedesigner. webfehler und zwar mittendrin, dass es für mich sehr schwierig war drum herum zuzuschneiden.
    auf den fehler kam kam gar keine reaktion.
    also, solche geschätspolitik straffe ich ab!
    ich kaufe da ncihts mehr und warne alle davor!

    ich wünsche dir trotzedem viel glück mit dem ausgesuchtem stoff!

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  2. Oje, da hast Du ja richtig Pech gehabt.
    Bei meinen BEstellunngen gab es bisher keinerlei Probleme, will hoffen, daß das auch so bleibt.

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  3. Hallo liebe Susan,

    Du bist ja schon weiter gekommen. Irgendwie habe ich Deine Aktualisierung verpasst. Ich schreibe diese Woche noch was zu meinem Projekt und verlinke es weiter zu Dir. Ich habe bei meinem Mantel auch das Problem mit dem Holkurz. Ich habe ählich gemacht wie Du. Allerdings nicht gleichmäßig gekürzt, sondern in der Mitte etwas mehr und an der Seite nichts. Richtig zufrieden bin ich leider noch nicht.

    P.S.: Den Text am Anfang und die Fotos von den Zoo finde ich sooo süüüß, so lieb...

    LG,

    Rong

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  4. Eine Schneidermeisterin gab mir mal den Tip, nach Möglichkeit einen Schnitt mit einer Rückenmittelnaht zu wählen. Dann sollte ich den Schnitt oberhalb der Taille kürzen (so wie ich es auf dem Foto oben gezeigt habe). Bisher hat das bei mir immer gut funktioniert und es staucht nichts im Rücken.
    Liebe Grüße

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  5. Oh je, da bist Du ja schon richtig weit. Stoffauswahl war bei mir schon lange klar aber kein passender Schnitt. Jetzt habe ich mich endlich entschieden und kann nächste Woche auch hoffentlich was zeigen.
    lg bea

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