"Näh doch lieber Klasse, als Masse" & "Gut gebügelt ist halb genäht"
4 Kommentare

Über mich




"Mit den Händen selbst gemacht", das hab ich schon immer gern.
Auf meinem Zeugnis aus der vierten Klasse sieht man das auch : Alles, was man "anpacken" kann, das war meins. Und Nadelarbeit, wenn auch fakultativ, sowieso.
Topflappen häkeln, einen kleinen Schal stricken, ein Mustertuch sticken...herrlich...das hätte immer so weitergehen können.Schneiderin wollte ich werden, statt dessen bin ich nun Dipl.-Betriebswirtin und betreibe meine Leidenschaft eben nicht beruflich, sondern als Hobby. Auch gut.


Vermutlich jedoch wurde meine Liebe  zu Nadelarbeit aller Art aber schon viel früher geweckt und geprägt.
 Meine Mutter hat mich als Kind eingestrickt.....Oh, hoffentlich kommt diese Mode nie wieder.Für sich selbst hat sie genäht.
Sie hatte (und hat heute noch) eine Veritas.
Diese Maschine mit elektrischem Fußpedal, Geradstich in mehreren Stichlängen und Zickzackstich war aus meiner Sicht etwas Meisterliches. Und das Beste: sie hatte eine Knopflochautomatik. Man konnte zwar nur eine Art Knopfloch mit ihr arbeiten, aber es ging und es reichte aus. Sogar heute noch.

In dieser Hinsicht bin ich verwöhnt. In meinem Nähzimmer stehen vier Maschinen.
Ich muß zugeben, daß so viele Nähmaschinen kein Mensch braucht. 
Die erste war die Husqvarna Orchidea. Ein richtiges Arbeitstier. Robust, mit Bleikörper. Ölfrei. Meine Lieblingsmaschine. Sie hat sogar eine Stickeinheit, aber da ich das Sticken nie so ganz für mich entdeckt habe, bin ich diesbezüglich in den Kinderschuhen stecken geblieben.
Ja, wenn man Kleidung näht, dann wächst der Wunsch nach einer Overlock. Den Wunsch habe ich mir erfüllt und so zog Ende der 1990er Jahre eine Huskylock 90 bei mir ein. 
Zu diesem Zeitpunkt kannte ich meinen Mann noch nicht, hatte noch kein Kind und damit sehr viel Freiraum für Hobbies. Und was tut man in so einem Fall? Man bucht eine Woche Nähkurs bei BURDA, fährt in ein Hotel , näht und läßt es sich gut gehen. Am Ende des Nähkurses wurden die Nähmaschinen zu einem günstigen Preis zum Kauf angeboten. Na, ihr ahnt es schon.....so zog Maschine Nr. 3, eine PFAFF creative, bei mir ein.

Einige Zeit später, als ich nach der Geburt unsres Sohn zuhause war und Zeit hatte...logisch....eine Coverlock fehlte.....
Unterm Strich muß ich sagen, daß ich mittlerweile am liebsten auf den beiden Haushaltsnähmaschinen nähe und die Nahtzugaben mit Zickzack versäubere. Wenn man das ordentlich macht, sieht es auch sehr sauber aus, geht aber schneller und man benötigt weniger Garn.








Kommentare:

  1. Hallo,
    ich gestehe, so richtig "entdeckt" habe ich deinen Blog erst gestern. Schade, schade, da ist mir in der Vergangenheit einiges entgangen (was ich jetzt natürlich nachlesen kann). Mir gefällt der unterhaltsame aber nicht aufdringliche Ton, in dem du schreibst. Und ich bin absolut fasziniert von deiner "wissenschaftlichen" Herangehensweise bei Schnittkonstruktion und verwandten Themen. Deinen Hosenpost habe ich mir gleich gebookmarkt. Wenn du schreibst, dass du nie einen Schneiderkurs besucht hast, sind deine Kenntnisse und dein Können mehr als beachtlich. Ich werde hier in Zukunft gern weiterlesen.
    LG
    Siebensachen

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  2. Danke, es freut mich , Dich auch künftig als Leserin hier begrüßen zu dürfen!

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  3. Hallo Nähfreundin,
    Danke für die Bestellung in meinem Shop! Wir wohnen doch gar nicht weit entfernt voneinander...lustig
    Gruß Kerstin

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    1. Es gibt ja auch feine Sachen im Shop....die Nähe der Orte fand ich auch lustig ;-)

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