7. September 2017

Papierdiät.

Tja, nun hat meine Blogpause doch nicht so lange gedauert.
Ich habe aufgeräumt und  meine Zeitschriftensammlung ordentlich ausgedünnt.  Das hat Platz in den Schränken geschafft und vor allem konnte ich meine Gedanken und Nähwünsche in meinem Kopf wieder gut sortieren und ich weiß wieder, was ich will.

"Alles in Ordnung mit Dir?"..."Du hast doch einen Knall!!!" ...hihi...so und so ähnlich bis zu einem "Hast Du Dir das auch gut überlegt?", das sagten die, die mich gut kennen.

Um es kurz zu machen:
Ich habe meine Sammlung von knapp drei Jahrzehnten Burdaheften "zerfleddert" und neu geordnet.

In diesem Korb befand sich ungefähr ein Viertel der Hefte, die ich mal hatte. Alles unsortiert und schön durcheinander. Aussortiert um die Hefte dem Altpapier zuzuführen. Ich habe nichts mehr gefunden, von dem ich dachte, daß ich weiß, wo ich suchen muß. Aber wo soll ich suchen? Das hat meine Kreativität und meine Lust aufs Selbermachen bald verschwinden lassen und drückte auf meine Flügel.

Nachdem ich über meine "Ausmistaktion" eine Nacht überschlafen hatte, habe ich an einem der sonnigen warmen Tage Ende August begonnen, die Hefte  zu "zerlegen".
Alles was ich nicht definitiv nicht benötige, habe ich entsorgt. Und zwar endgültig in die Tonne.

Weg sind nun alle Kinder- , Plusgrößen-, Faschings-, Herren- , Brautmode- , Baby-, Kleinkind-, Puppen- und Umstandsschnitte. Endgültig. Das Müllauto war da.


Aufgehoben und in einem einzigen separaten Ordner habe ich alle Kreativteile, immer nach Thema in Klarsichtfolien sortiert.


Ich habe auch aufgehoben, was mir besonders gut gefiel.
Und auch Dinge, die ich evtl. noch basteln möchte, oder bei denen ich eine Idee anregend fand, finden sich nun in diesem Ordner.

Nun gabs Arbeit!

Den "bunten"  Teil der Hefte, also den Teil mit den Normalgrößen incl. Cover habe ich zuerst nach Jahrgängen und dann nach Monaten sortiert., dann gelocht und in Aktenordner geheftet.
Das hat einige Zeit gedauert und  mir taten die Knie weh. 


So sieht das nun aus.

Gut, so gemütlich wie früher die Hefte mit auf das Sofa nehmen und abends während des Fernsehens darin blättern ist nun etwas unbequemer.

Die Kanten habe ich mit einem Cuttermesser und dem Patchworklinieal so gut wie es ging gerade geschnitten. Besser wäre ein Schneidegerät für Papier gewesen, aber das habe ich nicht und extra eines kaufen wollte ich für diesen Zweck nicht.

Eine Alternative wäre gewesen, die Hefte neu in Klebebindung binden zu lassen.
Ich habe mich erkundigt, was das in etwa kosten würde: Pi mal Daumen pro Zentimeter Hefthöhe ca. 1o Euro zuzüglich Buchrücken. War und ist  mir zu teuer.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

Nun herrscht Ordnung im Regal. Auch meine Sammlung an LANDLUST-Ausgaben steht nun endlich mal exakt da.

Die Schnittbögen habe ich in ein großes Fach in den Schrank verbannt. Die Bögen auf dem Foto zeigen ungefähr ein Viertel meines Bestandes.
In früheren Jahren war übrigens das Papier der Bögen viel dicker, die Hefte billiger und geheftet, nicht geklebt (kein Qualitätskriterium, nur eine Feststellung). Auch das Format von BURDA Modemagazin/ Burdastyle hat sich während der Jahre geändert. Früher gabs mehr Schnitte pro Heft, dann einige Jahre weniger , dann wieder mehr. Aber immer irgendwie aufhebenswert.



 Das "Herzstück" eines Heftes ist das Nähjournal. Viele heben ja auch nur dieses aus Platzgründen auf. Leider hat man dann nur noch die ganz keinen Fotos auf dem Cover. Ich persönlich finde  das störend.

Die Journale habe ich auch aufgehoben, diese liegen nun separat.
Die Schnittübersicht aus jedem Journal habe ich herauskopiert, zerschnitten und nach Art des Kleidungstückes sortiert wieder aufgeklebt. 
Man kann die Übersicht auch herausschneiden, aber das destabilisiert das Nähjournal meines Erachtens zu sehr. 


 Jetzt habe ich endlich mal eine Übersicht über das , was ich eigentlich an BURDA-Schnitten habe.
Es ist eine erstaunliche Vielfalt.
Und dabei bin ich noch lange nicht fertig mit dem Aufkleben....und da wären noch PATRONES, Knipmode, LaMiaBoutique und so weiter und so fort....



 Ach ja, die Strickhefte....
Nein, die sind zwar gebündelt wie Altpapier, aber sie liegen trocken und gut , nur nicht mehr jederzeit und sofort  greifbar.


 Wie behaltet ihr den Überblick über eure Schnittmustersammlung?
Habt ihr auch manchmal aufgrund der Flut an Neuigkeiten so eine Art Blockade?



Kommentare:

  1. ach wenn ich mich nur aufraffen könnte, das auch mal zu ordnen ..... ich hab zwar "nur" Strickhefte, aber davon auch reichlich .... und so viel verschiedene Formate ..... seufz!
    ich beglückwünsche dich zur ordnungsgemäßen Katalogisierung!!!
    liebe GRüße
    Manu

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    1. Vielleicht damit beginnen, das wegzutun was Du ganz sicher NICHT strickst. Wäre ein Anfang.
      Liebe Grüße!

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  2. Ausmisten ist fast immer sehr motivierend.
    Ich habe gottseidank keine Hefte abonniert. Trotzdem wurde die sucherei irgendwann so nervig,dass mir das nähen verleidet war. Hier habe ich meine Methode erst kürzlich erzählt:http://www.hobbyschneiderin24.net/portal/showpost.php?p=2569622&postcount=12

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    1. Vielen Dank, der Link funktioniert.
      Ja, jeder muß da seine eigene Methode entwickeln. Ich habe auch jetzt noch Schnitte, die ich NIE nähen werde.Das nochmals "auszudünnen" kostet mich sicher irgendwann nochmals Überwindung.

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  3. Die Übersichtsseiten kopiere ich mir auch immer heraus. Ausschneiden und nach Art kopieren ist eine gute Idee, die ich mir merken werde, denn dann geht die Suche noch schneller.
    Grüßle Bellana

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    1. Versuch macht klug. Immerhin hast Du ja schon mehr Überblick als ich ;-))
      Liebe Grüße

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  4. Ich sammle meine burdas jahrgangsweise komplett in Euroboxen (die heißen so) und habe eine beidseitige Kopie der Schnittmusterübersicht in einem Ordner. Funktioniert für mich gut

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  5. Poah warst Du aber fleißig! Wahnsinn! Ich bin ja keine Näherin und von daher habe ich keine Schnittmuster und Nähhefte auszusortieren. Ich habe einen kleinen Stapel uralte Häkelhefte aus dem Jahr 1922 und Stickvorlagen zum Aufbügeln aus den 60er Jahren die gebündelt im Schrank liegen. Wahrscheinlich haben die schon antiquarischen Wert. Gruß Papierfrau

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    1. Du hast doch die Möglichkeit, die alten Häkelhefte zu binden. Solche Raritäten wollen gut behütet werden.

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