6. September 2016

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Unrath & Strano. Der Designerschnitt.

Während ich diese Zeilen schreibe kommen mir immer wieder Zweifel, ob ich mir hier ein irgendwann möglichst gut sitzendes Modell herausgesucht habe, oder ob ich immer wieder ändern werden muß, weil es hinten und vorn nicht passen wird....
Im Internet habe ich keine einzige nach diesem Schnitt fertig genähte Hose gefunden. Ist das ein schlechtes Vorzeichen?

Im Rahmen des Hosen-sew-alongs  habe ich mir also vorgenommen, an dieser Hose von Unrath & Strano( klick hier)  weiterzuarbeiten. Tja, inzwischen  ist das Schnittmuster nicht nur 10 Jahre alt, nein inzwischen ist es 13!
Schon vor Jahren hatte ich mir den Schnitt herauskopiert, aber irgendwie schien nie der richtige Moment zu sein, an diesem Modell weiterzuarbeiten. Aber jetzt muß es werden. Und es wird. So, oder so.
Fast hätte ich letztes Wochenende schon die Schere angesetzt aber dann..

SCHNEIDEHEMMUNG!

Urplötzlich.
Warum?
Dieses Hosenmodell hat keine Seitennaht. Das heißt, jegliche Änderung kann ich im nachhinein nur an der vorderen und hinteren Mitte vornehmen. Ein Glück, daß ich das noch gesehen habe und nicht blind angeschnitten habe.

Eine zweite Sache bei diesem Modell: Es ist ein Designermodell. Toll.

In der Nähanleitung der Burda steht, daß ein Motiv mit 9cm Durchmesser benötigt wird.
Bildquelle:Burda



Welches Motiv? Dankbarerweise haben die Fotografen bei Burda mal wieder nicht - wie so oft - auf die Details geachtet. Lediglich auf der Zeichnung kann man sehen, daß als Zierde ein - vermutlich besticktes - Motiv benötigt wird.
Bildquelle: Burda

O.k. ,auch das bekomme ich hin und ich weiß auch schon wie.

Mein nächster Schritt ist nun, diesen Schnitt auf eine mir sehr gut passende Hose aufzulegen und die Änderungen schon am Papierschnitt vorzunehmen. Wird trotzdem schwierig, weil die vordere und hintere Mitte schräg verlaufen. Aber das sollte trotzdem funktionieren, da bin ich mir sicher. Lust ein Probemodell zu nähen, habe ich nämlich nicht.

Zwischenstand einige Stunden später:

Tja, die Sache mit dem Auflegen des Papierschnittes auf eine fertige Hose funktionierte nicht, da ich durch die nicht vorhandene Seitennaht und die schräg verlaufenden Mitten keinen Anhaltspunkt habe, wo ich messen soll. Das Papier flutscht ständig weg.....

Also messe ich den Schnitt aus. Jaja, ich weiß, Bequemlichkeitszugabe und so weiter, aber ich weiß mir im Moment nicht anders zu helfen.
Ich messe also meine gut sitzende Hose und orientiere mich dabei an der oberem Bundkante und an den Nähten.


Diese Werte übertrage ich jetzt auf den Papierschnitt. Das sieht ganz gut aus, der Schnitt sollte passen.

Der Zuschnitt:
Spannend!

SCHNEIDEHEMMUNG Nr.2 !

Aber warum um Himmels Willen reicht denn der Stoff hinten und vorn nicht aus?
Tja, weil ich den Stoff in doppelter Lage aufgelegt habe und dieses Modell in einfacher Lage zugeschnitten wird. Aufpassen!! Ich brauche doch nicht zwei linke und zwei rechte Hosenbeine.
So was aber auch....
Mach ich ;-)...dann klappts auch mit der Hose...

Ich will versuchen, im Laufe der Woche die Hose zuzuschneiden, mal sehen wie weit ich komme.
Schere

2 Kommentare

  1. Das klingt nach einem spannenden Projekt. Nur gut, dass du sowas wie eine Schneidehemmung hast.....

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  2. Ach, Unrath & Strano haben auch mal ein Schnitt bei/für Burda gemacht? Interessant, wie auch der Schnitt und Deine Geschichte. Ich fühle so mir Dir, das ich das Gefühl/die Gedanken auch kenne ;) Drück die Daumen, Du hast schon viele Hosen genäht und bist gut geübt in Änderungen.
    Für das Strickmotiv, kommt sicher Deine Strickmaschine wieder zum Zuge ;) Drück die Daumen und ganz lieb Gegrüßt, Anita

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