27. April 2016

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Cusco und Machu Picchu. Und der Gedanke an Vogue 1440.

Bilderflut....
Wußtet ihr daß es auf der Welt nur zwei Stellen gibt, die gleichzeitig UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbe sind?
Die erste Stätte ist Machu Picchu, die alte Inkastadt in Peru.


Will man Machu Picchu sehen, dann führt kein Weg an Cusco vorbei.
Cusco ist die alte Hauptstadt des Inka-Reiches und heute eine interessante Mischung aus spanischer- und Inka-Kultur. Häuser aus der Kolonialzeit erheben sich auf den mächtigen Fundamenten der Inkabauten. Beeindruckend.
Cusco liegt auf 3.300 m Höhe. Fliegt man, wie wir, von Lima (liegt am Pazifik) nach Cusco, hat unser Körper binnen kurzer Zeit mit einem plötzlichen  Sauerstoffmangel aufgrund des großen Höhenunterschiedes zu tun. Man merkt es an Kopfschmerzen, leichter Übelkeit und auch daran, daß man schlecht einschlafen kann. Dagegen hilft (und jetzt bitte nicht müde lächeln!) ein Koka-Tee oder das Kauen von Koka-Blättern. Legale Droge. Hilft aber!

Kurz ein paar Eindrücke aus dieser Stadt:
Die Statue ist die kleine Schwester  der Christus-Statue in Rio de Janeiro.
Oberhalb von Cusco liegen die Ruinen von Saqsaywaman. Ich merke mir das besser als "Sexywoman".






Nach einer Übernachtung mit schlechtem Schlaf und zeitiger Abfahrt (3:30Uhr) gings weiter mit dem Bus nach Ollantaytambo und vor dort mit dem Inka-Trail weiter nach Aquas Calientes am Fuße des Machu Picchu.
Der Zug hat im Dachbereich Fenster, so daß man während der ganzen Fahrt die Bergwelt auf sich wirken lassen kann...auch wieder mit Koka-Tee....







Machu Picchu heißt übersetzt "Alter Berg" und es ist genau diese Ansicht, die wir alle kennen. Was wir sehen, ist aber nicht der Machu Picchu, sondern der Huayana Picchu , übersetzt "Junger Berg". Den Machu Picchu hat man beim fotografieren eigentlich fast immer im Rücken.



Das ist nicht wichtig, aber ich wollte es wenigstens erwähnt haben.

Steht man direkt in der alten Stadt und blickt in die andere Richtung, dann sieht man den "Jungen  Berg", auf dem Bild rechts.
Dort wo der rote Pfeil hinzeigt, dort ist das Sonnentor. Man erreicht es in ca. 45 Min. logischerweise zu Fuß über den alten Inkaweg, immer bergauf und bei brütender Hitze. Zwischendurch hab ich gedacht, daß ich das nicht schaffe.....wie man sieht ein Foto der gemeinen Art....aber bald lache ich ja schon wieder!
Von dort oben hat man eine grandiose Aussicht auf die alte Stadt, die von den Spaniern nie entdeckt wurde. Ich habe auch so eine Ahnung, warum.
Je weiter man nach oben kommt, desto näher kommt man auch den Steilwänden, die teils über und über mit Agaven bewachsen sind.


 
 




 Wiederentdeckt wurde Machu Picchu,das von den Inkas vor ungefähr 500 Jahren verlassen wurde, im Jahre 1911 von einem jungen amerikanischen Archäologen namens Hiram Bingham. Aber auch vorher waren schon Ärchäologen vor Ort, auch Deutsche, die von der Existenz dieser geheimnisvollen Stadt wußten, aber dieses Wissen geheim gehalten hatten.
Auf jeden Fall bleibt die Geschichte Machu Picchus bis heute in weiten Teilen ein Rätsel.

Nun aber wieder runter vom Berg!

Das Nationalgetränk in Peru ist der Pisco.
Dreht schön und vor allem in der Sonne macht er lustig ;-)


 Am nächsten Morgen geht es wieder zurück mit dem Zug. Nachdem die Stewardess uns mit Koka-Tee und Gebäck verköstigt hatte, gab eine Modenschau. Ha, sowas habe ich ja auch noch nicht erlebt.
Diverse hübsche Modelle aus Baby-Alpaka gab es zu sehen, zu befühlen und auch anzuprobieren.
Es kam wie es kommen mußte, das blau-weiße Modell, hier vom Etikett abfotografiert, habe ich nun zu Hause. was ich nicht habe, ist eine passende schmale Hose. Einen Schnitt von Voque , nämlich V1440, habe ich mir schon ausgesucht, sogar schon den Schnitt ausgeschnitten , angepaßt, Stoff ausgesucht. Das ist ja schon mal ein guter Anfang. An dieser Stelle darf ich auch erwähnen, daß mein Robson Coat fertig ist. Nur die Knöpfe muß ich noch annähen *freu*.

Was wärt ihr bereit, für diesen Pullover aus 100 % Baby-Alpaka auszugeben?

 Zuletzt noch ein paar Eindrücke von Land und Leuten ....es ist eine andere Welt....






Wer bis hier gelesen hat:
 Die zweite Stätte, die beides UNESCO-Titel trägt ist Tikal im Mayaland Guatemala. Reisebericht folgt später. Und genäht wird auch noch ;-)

Schere

4 Kommentare

  1. Tolle Aufnahmen, danke fürs zeigen! War bestimmt sehr beeindruckend und nachhaltig.
    Schöne Grüße von Diana

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  2. Liebe Susan, ihr seid schon viel in der Welt gewesen, doch ich habe so den Eindruck, das war die beeindrucken-ste aller gewesen oder? Wahnsinn.... Tolle Bilder. Deine Reiseseberichte... als wäre der Urlaub 1 Jahr lang gewesen... sicher werdet ihr es noch lange bearbeiten all die Eindrücke und Erlebnisse. Ganz liebe Grüße Anita

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    1. Ja, das stimmt. Landschaftlich war es das Beeindruckenste, was ich je gesehen habe. Menschlich gesehen war es der Besuch bei den Toraja in Indonesien. Das sind die, die ihre Toten bis zur Bestattung im Wohnhaus aufbahren und das kann Jahre dauern....
      Danke und liebe Grüße!

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