Herzlich willkommen!

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25. Oktober 2013

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ELISALEX

DAS!Kleid. In zahlreichen , vor allem englischsprachigen, aber auch in einigen wenigen deutschen Blogs habe ich es gesehen und für gut befunden. Genügt es nun auch wirklich meinen Ansprüchen? Wir werden sehen, wie es paßt. ELISALEX ist ein Schnitt von By Hand London. Ein kleines, aber feines Label. Ich hatte mir den Schnitt schon vor längerer Zeit bestellt und sogar ausgeschnitten. Jedoch hatte ich keine Lust zum Nähen und auch keinen passenden Stoff und auch nicht wirklich Lust, in meinen Vorräten zu kramen (daß ich keinen passenden stoff auf Lager habe, das kann nicht sein ;-). Aber jetzt, jetzt soll und muß es werden, das ELISALEX-dress. Zum Schnitt:  Man bestellt und bekommt nach ein paar Tagen Post aus England mit einer wunderschönen großen Briefmarke (die der Sohn sofort als die seine erklärte) und für die Mama, also für mich, kam ein ausgesucht schön verpackter Schnitt zum Vorschein. Nicht einfach nur eine Papiertüte wie sonst üblich. Nein, ein Schuber aus Karton, in dem dann nochmals in Karton verpackt der Schnitt steckt. Als Anleitung  liegt ein kleines Heft  in englischer Sprache bei , aber das ist ja nun wirklich kein Problem. Französisch wäre für mich ein unlösbares Problem.
Nachdem ich den Schnitt ausgeschnitten hatte und den Schnitt betrachtete kam mir das Rockteil sehr lang vor und meine  Recherche im Netz ergab, daß das auch bei den anderen so ist.  Damit ihr das mal seht, habe ich den Papierschnitt mit Stecknadeln zusammengesteckt und an meinen Körper gehalten. Das ist eindeutig zu lang, stimmts? "Obenrum" scheinen die Maße zu stimmen und den Rock kann ich in der Länge kürzen, also kein Problem.


















Zuerst ein Vergleich zwischen Papierschnitt und Kleid bei der ersten Anprobe (noch ohne RV)

Der Zuschnitt:
Schon hab ich wieder nicht aufgepaßt.
Das Kleid hat im Rücken einen Reißverschluß! Da schneidet man ohne Stoffbruch zu, denn wo soll man sonst den Reißverschluß hinnähen? Man braucht eine Naht!
Fürs erste hab ich entlang des Stoffbruchs das hintere Rockteil auseinandergeschnitten. Es fehlen zwar die Nahtzugaben, jedoch aufgrund der Weite des Modells sollte das kein Problem sein. Meine Sorge ist, daß wegen des nun nicht beachteten Fadenlaufs das hintere Rockteil sich verziehen könnte. Wir werden sehen.

Das Modell hat keine Abnäher, sondern nur Falten (im Rockteil) und Teilungsnähte im Oberteil. Sehr praktisch.


Ein wenig seltsam finde ich , daß das Futter 1:1 wie der Oberstoff zugeschnitten wird. Es ist vorprogrammiert, daß man das Futter dann sieht. Naja, mir persönlich gefällt es besser, wenn das Futter an einen Besatz angesteppt wird, aber das macht dann auch wieder mehr Arbeit.
Die Lösung für mich: Ich steppe ein Faltenband zwischen Futter und Oberstoff. So kann ich damit leben. Guckt auf das zweite jetzt folgende Foto. So wie links mit Nadeln festgesteckt, so könnte es aussehen.


Elisalex im Original sieht nur ein Futter für das Oberteil vor. Das Rockteil muß ohne  Futter auskommen.
Hä?
Das geht doch nur bei Sommerkleidern, die man ohne Strumpfhosen trägt, gut.
Also entweder alles mit Futter, oder ganz ohne Futter.

Was ist zu tun?
Mein Elisalex bekommt auch ein Rockfutter!
Da mein Oberstoff sehr dünn ist, schneide ich das Rockfutter genau wie den Oberstoff zu, nur kürzer. Diesmal unter Beachtung des Fadenlaufs. Ich bin ja lernfähig.
Hätte ich einen etwas stärken und nicht so weich fallenden Stoff, dann würde ich mir ein Rockfutter nach einem ganz einfachen Grundschnitt zuschneiden.



Das ist der Stand der Dinge.
Der Rücken ist zu weit. Hier muß ich nochmal ran: den Reißverschluß raustrennen, Weite aus dem Rücken nehemn und Reißverschluß neu einnähen. Wenn ich das gemacht habe, gibts neue Bilder.
Schere

7 Kommentare

  1. Das istt ein Schnitt, den ich auch schon länger "umschleiche", danke für Deine ausführliche Dokumentation, ich bin gespannt auf das fertige Kleid.
    Herzliche Grüße
    Sabine

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    1. In Kürze gibt es Bilder und noch ein paar Sätze zum Kleid. Wie schon gesagt, ich bin nicht sicher, was ich über den Schnitt denken soll....

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  2. Über die Verpackung habe ich mich wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaum gefreut. Schön, einfach nur schön.
    Aber zum Kleidschnitt: Der Rock ist viel zu lang und keine Kürzungslinien. Einfach nur kürzer zuschneiden ist ungünstig, denn dann verliert der Rock seine eigentliche und kennzeichnende Form. Also basteln. Auf Grundlage eines engen Rockes habe ich mir ebenfalls einen Futterrock gebastelt. Ich wollte nicht nocheinmal dieses ganze Faltengedöns in der Mitte.
    Die Passform des Oberteiles fand ich - überraschenderweise - sehr überzeugend. Allerdings habe ich bisher nur die Version ohne Ärmel genäht.
    Das waren meine Erfahrungen mit dem Kleiderschnitt.

    Für dich wünsche ich weiterhin gutes Gelingen und freue mich auf dein Endergebnis.

    LG Martina

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    1. Liebe Martina,
      hab Dank für deine Hinweise. Das Kleid hab ich fertig und ich bin nicht sicher ob ich das Kleid jetzt gut finden soll oder nicht. Bei Gelegenheit gibts Bilder dazu.

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  3. hallo:-)
    weißt du, irgendwie verstehe ich 2 dinge nicht..
    1.warum hast du den rücken für RV aufschneiden müssen? ging es nicht an der seite??wärest du seitlich nicht durchgekommen?
    2.warum sollte das futter sichtbar sein? die meisten Etui-kleider werden ohne besätze genäht. du steppst doch die nachzugaben mit dem futter fest- also kann ncihts rausgucken..
    Burda macht oft futter nur für Oberteil.ich mags auch ästhetischen gründen das nicht.aber grundsätzlich ist das nicht verkehrt.

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    1. Liebe Julia, Du hast schon Recht, aber
      1.) Ich mußte das hintere Rockteil nicht aufschneiden, aber ich wollte es eben so haben wie beim Original und da sitzt der RV eben hinten in der Mitte. Da das Rockteil ja sehr weit ist, hab ich mir so gedacht, das das schon geht.
      Es ging auch nicht um das obere Rückenteil, sondern nur um das untere. Sonst hätte ich den RV sicher auch in die Seite verlegt.
      2.) Exakter ist ein Futter mit Besatz. Das ist eben einfach so und jede Schneidermeisterin wird das bestätigen. Die einfachere und auch gängigere Variante ist das knappe absteppen des Futters auf der Nahtzugabe, damit es nicht nach außne kippt. Macht man das aber nicht exakt, dann kann es schon passieren, daß man das Futter sieht. Das will ich nicht. Mein Motto: Lieber Klasse als Masse.
      Danke und ganz liebe Grüße
      Susan
      PS: Du siehst gut aus in der neuen Burda!

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    2. danke schön:-)
      ich arbeite in einem atelie, das Hochzeitskleider aus seiden macht. und an der seide (meist dupion) machen wir selten armlochbelege. und futter ist dann an dem hauptstoff angepasst(d.h. ich kontriliere und schneide ncoh weg,wenn es leicht breiter ist.
      und wenn man zum schluß ncoh unten gut angeschnitten ist und gepresst gebügelt.. sieht eigentlich immer sauber aus.
      aber jedem das sein:-)
      wenn du das nicht magst- ist dein recht:-)
      ich persönlich würde nur mit futter im armbereich machen-weil es einfach die dünnste lösung ist..

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