9. Dezember 2016

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Zum 3.Advent

Überfluß. Übermaß.Überall.

Der Osterhase wird zum Weihnachtshase,
die am Nikolaustag ins Haus gekommenen Schokofiguren werden (vielleicht) zu Ostermännern.



In der Stadt sieht man hektisch eilende Menschen, mit Beuteln und Tüten bepackt.
Streß in den Gesichtern, keine Freude.
(Manchmal) unsinnige Geschenke werden gekauft.
Teure Geschenke.
Angstkäufe.

Muß das sein?

Versuch, die Weihnachtszeit durch die Augen eines Kindes zu sehen.
Nicht nur die Weihnachtszeit, unseren ganzen Alltag.
Es gibt so viele kleine Dinge und Erlebnisse, an denen wir uns freuen können.
Wir haben das "sich Freuen" verlernt.
So scheint es mir manchmal.

Einen schönen 3. Advent wünsche ich Euch!




Schere

8. Dezember 2016

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Auf den Nadeln im Dezember.

Heute mach ich mit bei "Auf den Nadeln..."

Auf meinen Nadeln befindet sich derzeit ein Pullover aus drei Farben Wollmeise für meinen Sohn, außerdem diverse Socken.
Die Farben hat er sich selbst ausgesucht. Ca. Gr. 152, Maße von einem Kaufpullover abgenommen. Ich stricke einfach so vor mich hin.
Halbpatent. Das dauert......

Zitat mein Sohn :" Mama, der Pullover wird richtig kuschlig. Aber nicht daß Du denkst, ich zieh den in der Schule an....nur zuhause!"

Ach, guck an.....man wird wohl eitel...?


Schere

6. Dezember 2016

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Lieber Weihnachtsmann,

ich wünsche mir ein dickes Plus auf dem Konto 
und 
ein fettes Minus auf der Waage.
Aber bitte vertausch das nicht schon wieder!


Danke!😊
Schere

2. Dezember 2016

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Zum 2.Advent

Weihnachtslust statt Weihnachtsfrust.
Weihnachtsgenuß statt Weihnachtsstreß.


Wir haben die "Männeln geweckt", also die Holzfiguren aus ihrem Sommerschlaf auf dem Boden geholt.


Alle (!) Fenster im Haus sind mit Lichterbögen dekoriert.
Das ist eines meiner Küchenfenster.


..im Wohnzimmer...



Hier wird derzeit nicht genäht, höchstens auf dem Sofa ein bißchen gestrickt.
Ich machs mir gemütlich. Und ihr?

Einen schönen 2. Advent wünsche ich euch!


Schere

30. November 2016

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Schmuck aus Muscheln selber machen.

Diesen Post schreibe ich für speziell für die 24 Mädels vom Adventskalender-Swap. Versprochen ist versprochen.

Es  war im August . Draußen 30 Grad und im HS-Forum wurde gefragt, ob jemand Lust habe auf einen Adventskalender-Swap. Na und ob ich Lust hatte!

Das erste Foto zeigt einen Muschelanhänger, den ich im Jahr 2012 auf Curacao gekauft habe. Ein nettes kleines Reiseandenken, oft und gern von mir seitdem im Sommer getragen.


Gerade recht kam ziemlich zeitgleich die kreative Anregung aus der August-Burda 2016: Schmuck aus Muscheln basteln:

Bildquelle: Burda 8/2016

Bildquelle: Burda 8/2016

Und was auch noch gegeben war: ein großes Körbchen mit Muscheln aller Art und in verschiedensten Farbschattierungen, gekauft im Sommer 2014 an der Ostsee. Dieses Körbchen mitsamt Inhalt stand seither im Keller und fristete ein tristes Dasein.

Zuerst habe ich mir die schönsten und besterhaltensten Muscheln herausgesucht, in einer Schüssel Wasser eingeweicht und mit einer kleinen Bürste den anhaftenden Sand abgebürstet.
Zum Glück war es draußen richtig schön warm un so ging das Ganze recht schnell.


Als nächstes kam meine Sammlung Nagellack zum Einsatz. Einige Fläschen habe ich zum Bastellack gemacht. Kräftiges Blau, türkis oder Rosa. Alles kommt toll auf den Muscheln zur Geltung.

Für die Schmuckanhänger habe ich eine dezentere Variante gewählt: ein ganz helles Elfenbein, fast ein Klarlack. Die Muschel auf dem nächsten Foto ist auf der linken Seite noch ohne Lack zu sehen, rechts mit aufgetragenem Nagellack.


Als nächstes kamen meine Bastelutensilien zum Einsatz.


Wer schon mal Schmuck gebastelt hat, der kennt Niet- und Kettstifte.
Diese habe ich mit einer Zange gekürzt, dann eine Perle aufgefädelt und mit einer Quetschperle fixiert.
Probeweise die erste Muschel am Rand mit handelsüblicher wasserfester Goldperlfarbe betrichen. Sieht doch schon ganz gut aus....


Nun wird es schwierig. In die Muscheln muß ein winzig kleines Loch gebohrt werden. Man glaubt garnicht wie hart so eine Muschel ist....Mein Werkzeug war zuerst ein kleiner Handbohrer (ohne Foto), danach dieses alte Werkzeug, daß unser Schlosser vor Jahren einmal für uns gefertigt hat. Es ist auch so eine Art Ahle, wie es von Burda vorgeschlagen wurde.

Zuletzt habe ich mit der Heißklebepistole die kleinen Kettstifte von innen an der Muschel fixiert.
Nun auf die angebohrte Stelle noch Goldfarbe auftragen.
Gut trocknen lassen. Fertig!


Für den Adventskalender-Swap habe ich noch 24 kleine Beutelchen genäht, denn eine schöne Verpackung wird ja gebraucht .
Dann noch 24 kleine Aufkleber mit Wasserfarbe gemalt und das Ganze noch einmal in Geschenkpapier verpackt .


Nun hoffe ich sehr, daß die Anhänger euch gefallen. Der nächste Sommer kommt bestimmt :-)

Ich trage meinen Anhänger auch gerne zum Muschelkleid (klick).

In meinem Adventskalender befindet sich heute der Joker. Was das ist, verrate ich aber nicht, sonst ist ja die Spannung für die anderen vorbei.
Schere

27. November 2016

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Zum 1. Advent.

..o du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit...



Wer kennt es nicht , dieses Lied, wir summen die Melodie und singen mit. Jedes Jahr.
Die meisten werden auch wissen, daß die Melodie ursprünglich aus Sizilien stammt.
Schließlich steht das ja in jedem Gesangsbuch.

Aber wisst ihr auch, daß es zu dieser Melodie ein Oster- und ein Pfingstlied gibt?
Durchgesetzt in unseren Köpfen (und Ohren) hat sich nur das Weihnachtslied.

Johann Gottfried Herder (1744 bis 1803) brachte die Melodie von einer Italienreise mit.
Der Weimarer Privatgelehrte Daniel Falk (1768 bis 1826) fand seinerzeit so viel Gefallen an ihr, daß er zwei weitere Textversionen hinterlies.

Das ist kein Scherz.

Ich selbst verbinde mit dem Weihnachtslied ein ganz persönliches Erlebnis:
Als unser Sohn noch klein war und am Krippenspiel Heiligabend teilnahm, durfte er als kleiner Geigenschüler zum Abschluß des Gottesdienstes "O du fröhliche" spielen. Was für eine Aufregung.
Der kleine Kerl stand ganz allein mit seiner Geige (und Verstärker) im Altarraum und spielte fehlerfrei 2 Strophen. Bei der dritten Strophe setzte die Orgel ein und zuletzt sangen alle mit. Das war rührend und das werde ich auch nie vergessen.


Das Weihnachtslied

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.
Welt ging verloren,
Christ ist geboren.
Freue, freue dich, o Christenheit.

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.
Christ ist erschienen,
uns zu versöhnen.
Freue, freue dich, o Christenheit.

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.
Himmlische Herre,
jauchzen dir Ehre,
Freue, freue dich, o Christenheit.



Das Osterlied

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit.
Welt lag in Banden,
Christ ist erstanden.
Freue, freue dich, o Christenheit.


O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit.
Tod ist bezwungen,
Leben errungen.
Freue, freue dich, o Christenheit.

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit.
Kraft ist gegeben, 
Göttlich zu leben.
Freue, freue dich, o Christenheit.



Das Pfingstlied

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit.
Christ unser Meister,
Heiligt die Geister.
Freue, freue dich, o Christenheit.

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit.
Führ', Geist der Gnade,
Uns deine Pfade:
Freue, freue dich, o Christenheit.

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit.
Uns, die Erlösten,
wollst du, Geist, uns trösten:
Freue, freue dich, o Christenheit.




Zuletzt noch etwas zum Nachdenken am ersten Adventswochenende (Beginn des neuen Kirchenjahres):


"Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht."

(Kurt Marti, geb. 1921, Pfarrer und Schriftsteller aus der Schweiz)
Schere